Selina Freitag aus Deutschland.

Nordische Ski-WM Erste Medaille für DSV-Team: Freitag gewinnt WM-Silber

Stand: 28.02.2025 15:59 Uhr

Ausgelassener Jubel bei Selina Freitag. Die Skispringerin von der SG Nickelhütte Aue blieb bei der Nordischen Ski-WM im Einzel-Finale cool und holte sich Silber. Die als Topfavoritin angereiste Slowenin Nika Prevc zeigte ebenfalls keine Nerven und ihre große Klasse. Der verdiente Lohn: die Goldmedaille. Bronze ging an Lokalmatadorin Anna Odine Stroem. Agnes Reisch landete in den Top Ten.

"Das ist der Lohn der harten Arbeit für das gesamte Team", sagte Frauen-Bundestrainerin Heinz Kuttin im ZDF. Freitag sei auf der Chance immer cooler geworden. Und "der letzte Sprung war absolut top."

Kein guter Tag war es dagegen für Titelverteidigerin Katharina Schmid. Die 28-Jährige vom SC Oberstdorf konnte auf der Schanze in Trondheim nicht in den Kampf um Edelmetall eingreifen und enttäuschte als 19..

Prevc als Topfavoritin angetreten

Die Rollen waren klar verteilt. Als Topfavoritin ging Prevc, die die letzten sechs Weltcup-Wettbewerbe gewinnen konnte, auf die Schanze. Im Saisonverlauf hatten sich Katharina Schmid und Selina Freitag, die im Gesamtweltcup hinter der Slowenin auf den Plätzen zwei und drei liegen, als starke Konkurrentinnen um die Podestplätze ins Spiel gebracht. Freitag hatte bei den letzten fünf Weltcups durchgehend auf dem Podest gestanden und war viermal in Folge als Zweite hinter der Slowenin gelandet. 

Freitag liefert, Prevc führt

Doch die WM schreibt ihre eigenen Geschichten. Nur die aktuell beste deutsche Starterin konnte liefern. Mit 99 Metern überzeugte Selina Freitag im ersten Durchgang und ließ die Hoffnung auf eine Medaille reifen. Punktgleich mit ihr lag die Kanadierin Alexandria Loutitt auf Rang drei. Die Führung hatte Nika Prevc mit der besten Punkteausbeute vor der Norwegerin Anna Odine Stroem erobert.

Während Loutitt beim finalen Sprung Nerven zeigte, zog Freitag souverän über dern Bakken. 103,5 Meter reichten sicher für eine Medaille. Da Stroem nur auf 96,5 Meter sprang, war Silber für Freitag sicher. Nur Prevc war nicht zu schlagen. Die Slowenin sicherte sich mit ihrem 100-Meter-Sprung Gold.

Reisch in Top Ten, Schmid enttäuscht

Titelverteidigerin Katharina Schmid tat sich dagegen schwer und fand auf der Schanze nicht in ihren Rhythmus. Mit 90 Metern war sie als 14. weit weg vom Podestkurs. Auch der zweite Versuch (86,5m) ging der Oberstdorferin nicht leicht vom Bakken. Das reichte in der Summe nur für Rang 19.

Teamkollegin Agnes Reisch war mit 92 Metern ebenfalls kein guter Einstieg in den Wettkampf gelungen. Die 25-Jährige aus dem Allgäu reihte sich zunächst als 13. ein, rutschte im Gegensatz zu Schmid aber nicht weiter ab, sondern machte mit einem Satz auf 99 Meter noch drei Plätze gut.

Enttäuschend war der Wettkampf dagegen für Juliane Seyfarth die nur 27. wurde. "Nicht das, was ich mir gewünscht hatte", so Seyfahrt.

Görlich reist verletzt ab

Für Luisa Görlich ist die WM nach einem Sturz bei der Landung schon vor dem ersten Wettbewerb beendet. "Momentan geht es ihr gut", sagte DSV-Mannschaftsarzt Florian Porzig. Er "gehe von einer schweren Verletzung in ihrem rechten Knie aus", sagte DSV-Mannschaftsarzt Florian Porzig. Die 26-Jährige hat sich wohl erneut schwer am Knie verletzt und wird zeitnah nach Deutschland zurückfliegen. Porzig wollte eine Kreuzbandriss nicht ausschließen. Die genaue Diagnose soll nach einer MRT-Aufnahme folgen. "Im Anschluss an die Kernspinuntersuchung entscheiden wir über die weitere Behandlung", so Porzig.