Polizei im Sportpark Unterhaching (Archivbild)

BR24 Sport Sicherheitsbedenken: Unterhaching - Rostock abgesagt

Stand: 26.02.2025 18:19 Uhr

Das für kommenden Sonntag angesetzte Drittligaspiel zwischen der SpVgg Unterhaching und dem FC Hansa Rostock ist abgesagt worden. Der Sportpark Unterhaching wurde von der Gemeinde gesperrt. Der Grund: Es fehlt ein genehmigtes Sicherheitskonzept.

Von BR24Sport

Die Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende rund um die Drittligapartie des FC Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden haben indirekt Konsequenzen: Die Gemeinde Unterhaching ließ den Sportpark, wo der Tabellenletzte der 3. Liga seine Heimspiele austrägt, sperren, "weil kein aktuelles, von den zuständigen Behörden genehmigtes Sicherheitskonzept vorliegt". Das gab der Deutsche Fußball Bund (DFB) bekannt.

Nach Angaben der Gemeinde habe der Klub die gestellte Frist zur geforderten Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes verpasst. Das bisherige Sicherheitskonzept, das von der Spielvereinigung im Rahmen des Zulassungsverfahrens für die Saison 2024/2025 beim DFB eingereicht und von den zuständigen Sicherheitsbehörden genehmigt worden war, sei nach aktueller Einschätzung nicht mehr ausreichend, hieß es.

Kein Ausweich-Spielort auf die Schnelle zu finden

Der DFB wurde hierüber kurzfristig informiert. Die Austragung des Spiels am Sonntag an einem alternativen Spielort konnte kurzfristig nicht realisiert werden. Laut Hansa Rostock wurden für das Spiel des 26. Spieltages rund 1.300 Tickets an Anhänger des FC Hansa verkauft.

Der Verband wird die Vorgänge, die zur überraschenden Sperrung des Sportparks durch die Gemeinde geführt haben, und mögliche Konsequenzen daraus nun intensiv prüfen. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Pyro, Raketenwürfe und Handgreiflichkeiten in Rostock

Am vergangenen Wochenende hatten Dresdner Fans während des Spiels in Rostock versucht, eine Abtrennung aus Sicherheitsglas zu durchbrechen, um so von ihrem Block in eine Pufferzone neben dem Tribünenbereich mit Rostocker Anhängern zu gelangen. Die Polizei marschierte daraufhin in dieser Pufferzone auf. Dann eskalierte das Geschehen: Vor allem Hansa-Fans schossen Leuchtraketen und Pyrotechnik in Richtung Gästeblock. Auf dem Rasen und im Spielertunnel gerieten Spieler und Offizielle beider Klubs aneinander. Die zweite Halbzeit wurde erst mit einer Verspätung von 28 Minuten angepfiffen. Es gab zahlreiche Verletzte.

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Quelle: BR24 26.02.2025 - 18:30 Uhr