Emma Aicher in Kvitfjell

Ski Alpin in Kvitfjell Abfahrts-Überraschung: Aicher fehlen nur 15 Hundertstel zum Sieg

Stand: 28.02.2025 12:09 Uhr

Emma Aicher hat die Konkurrenz überrascht und ist bei der Abfahrt im norwegischen Kvitfjell mit Startnummer 27 auf Platz zwei gerauscht. Die 21-Jährige lag im Ziel gerade Mal 15 Hundertstel hinter der Bestzeit von Siegerin Cornelia Hütter.

Dass sie das Potenzial dafür hat, hatte sich mit Platz sechs bei der WM schon angekündigt. "Bin sehr glücklich", so die 21-Jährige nach Platz zwei im ZDF. "Es ist cool, dass es geklappt hat". Es ist der erste Podestplatz für die Deutsch-Schwedin.

Auf der eisigen Piste forderten auch zahlreiche Wellen, die Lokalmatadorin Kajsa Vickhoff Lie mit der Fahrt in einem Rollercoaster verglich, gute Kondition und Technik ein. Die schnellste Fahrt auf dem Olympiabakken, der Strecke der Olympischen Winterspiele von 1994, brannte Hütter in 1:31,46 Minuten in den Schnee. Die Österreicherin musste den Topplatz an der Sonne trotz starker Konkurrenz nicht mehr abgeben.

Kurz zittern musste Hütter allerdings zunächst als Abfahrts-Weltmeisterin Breezy Johnson ansetzte, die Bestzeit zu knacken. Vier Zehntel fehlten dem neuen US-Star im Ziel auf die 32-jährige ÖSV-Speedspezialistin. Dann zeigte Emma Aicher, dass Platz sechs bei der WM-Abfahrt noch nicht ihr bestes Ergebnis der Saison sein sollte. Die 21-Jährige war selbst überrascht, wie schnell sie unterwegs gewesen war. Nur 0,15 Sekunden fehlten am Ende zum Sieg. "Es ist ein Traum, darauf arbeitet man die ganze Zeit hin. Ich bin sehr glücklich", strahlte Aicher. "Ich habe versucht, so zu fahren wie im Training. Es hat sich gut angefühlt. Es hat mich schon ein bisschen überrascht, aber es ist cool, dass es geklappt hat."

Damit rutschten Hütters Konkurrentinnen um den Abfahrts-Weltcup vom Podest. Platz vier sicherte sich Sofia Goggia mit einem Rückstand von vier Hundertstel auf Johnson. Die im Gesamt- und Abfahrts-Weltcup führende Federica Brignone (+0,51s) wurde Fünfte.

Weidle-Winkelmann mit klarem Saison-Ziel

DSV-Speed-Ass Kira Weidle-Winkelmann wählte nicht die ideale Linie und war mit ihrer Fahrt auf Platz zehn sichtlich nicht zufrieden. Im Ziel hob sie beide Arme und zeigte mit leichtem Kopfschütteln, dass es nicht ideal gelaufen war. "An sich war die Fahrt okay. Aber es waren einige Unsicherheiten dabei. Nichtsdestotrotz ist es ein solides Ergebnis", so die 29-Jährige. Die nächsten Rennen geht sie optimistisch "mit viel Freude, Spaß und Zuversicht" an. Ihr Ziel sei es, auf jeden Fall in dieser Saison noch aufs Stockerl zu fahren. "Dafür braucht es einfach gutes Skifahren".