
buten un binnen Werder startet nach massivem Widerstand Umbau des Trainingsgeländes
Der SV Werder ist eine Baustelle. Nicht im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich. Denn nach Jahren der Planung wird in der Pauliner Marsch gebaut. Nun war der Spatenstich.
Tschüss Rost und Schimmel. Platz 11, die Heimat der Werder-Frauen und Werders U23, wird kernsaniert. Dem muffigen Kabinentrakt aus den 1960er-Jahren geht es an den Kragen. Außerdem wird das Gelände vergrößert, um neue Trainingsplätze zu schaffen. Die bestehenden Fußballplätze werden erneuert.
Die neuen Plätze werden mit einem hochmodernen und nachhaltigen Kunstrasen ausgestattet, verriet Werders Geschäftsführer Tarek Brauer beim offiziellen Spatenstich. Brauer sprach von einem "Festtag". "Es ist für uns ein ganz besonderer Tag. Dafür packe ich das weiße Hemd aus", freute sich Brauer.
Dass es losgeht, ist ein wahnsinniger Erfolg für Werder Bremen, mein Team und für mich. Zweieinhalb Jahre intensive Planung kommen zu einem Abschluss – und jetzt geht es in die Umsetzung.
(Werders Geschäftsführer Tarek Brauer)
Brauer kritisiert Zustand der Trainingsanlagen
Laut Brauer war die Erneuerung und Erweiterung der Anlage längst überfällig: "Wir hatten keine zeitgemäßen Bedingungen mehr." Der Rasen der bestehenden Fußballplätze auf dem Trainingsgelände sei "klinisch tot" gewesen, zitierte Brauer die Greenkeeper des Vereins.
Der Plan sieht vor, dass die neuen Plätze im Sommer 2026 in Betrieb genommen werden können. "Ich bin zuversichtlich, dass wir dann die ersten Bälle kicken können", sagte Brauer und stellte ein "kleines Eröffnungsturnier" in Aussicht.
Wir mussten dringend etwas tun, um weiterhin Talente ausbilden zu können.
(Tarek Brauer über die neuen Plätze)
Des Weiteren soll hinter Platz 11 ein neuer Campus entstehen. Ein Komplex, der als Heimat des Werder-Leistungszentrum und des Frauen- und Mädchenfußballs dienen soll. Die Baugenehmigung für diesen Neubau erwartet Werder in den kommenden Wochen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2027 angedacht.
In der Summe kosten alle Projekte zusammen knapp 42 Millionen Euro. Dafür nimmt der Verein Kredite auf. Das Land Bremen beteiligt sich mit etwa zweieinhalb Millionen Euro am Umbau von Platz 11.
Werders Ausbaupläne sorgten für Zündstoff
Vorausgegangen war viel Überzeugungsarbeit, viele zähe und lange Verhandlungen – auch mit dem Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt. Ulrich Mäurer, Bremens Senator für Inneres und Sport, erinnert sich: "Es gab viel Diskussionsstoff. Es gab massiven Widerstand." Letztlich konnten sich alle Parteien auf den jetzigen Plan einigen.
Alle Wünsche des SV Werder gingen jedoch nicht in Erfüllung. So ist die Errichtung eines kleinen neuen Stadions in der Pauliner Marsch unter anderem am Veto der Anwohner gescheitert.
Dieses Thema im Programm:
Sportblitz, 4. April 2025, 18:06 Uhr