Der HSV jubelt über das 1:0 gegen Nürnberg

Dompé trifft doppelt HSV siegt in Nürnberg und kommt dem Aufstieg näher

Stand: 05.04.2025 15:50 Uhr

Der Hamburger SV hat in der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg einen klaren Sieg eingefahren und ist dem anvisierten Aufstieg damit ein Stück näher gekommen.

Beim 3:0 (2:0)-Sieg vor 47.300 Zuschauern im ausverkauften Max-Morlock-Stadion traf Jean-Luc Dompé (9./37.) doppelt für die Gäste aus dem Norden. Robert Glatzel (84.) sorgte für die endgültige Entscheidung. Nürnbergs Janis Antiste sah wegen groben Foulspiels (16.) früh die Rote Karte.

Mit dem Sieg hat der Hamburger SV mit jetzt 52 Punkten zumindest vorübergehend wieder die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen. Das Team von Trainer Merlin Polzin hat zumindest bis zum Auswärtsspiel von Kaiserslautern in Magdeburg am Sonntag sechs Punkte Vorsprung auf Platz drei. Die von Miroslav Klose gecoachten Nürnberger (41 Punkte) rutschten auf Rang neun ab.

Nürnbergs Klose: "Spiel war nach einer Viertelstunde entschieden"

"Hamburg ist auch mit elf Mann schwer zu bespielen. Und wenn du einer weniger bist, dann kann das so aussehen, dass der Hamburger SV dann Oberwasser hat. Das Spiel war nach einer Viertelstunde entschieden", sagte Klose am Sportschau-Mikrofon. Zum Tabellenstand erklärte der Nürnberger Trainer: "Wir haben nie nach oben geschielt."

HSV-Trainer Polzin sagte am ARD-Mikrofon: "Meine Mannschaft hat versucht, über 90 Minuten unseren Fußball auf dem Platz zu bringen." Die frühe Führung und die lange Überzahl habe dem Team natürlich in die Hände gespielt. Zum Aufstiegskampf sagte er: "Ich habe die absolute Überzeugung, dass wir jedes Spiel gewinnen können."

HSV mit frühem Führungstreffer

Die Anfangsphase gehörte dem HSV, der Führungstreffer fiel schon in der neunten Minute. Da setzte sich Emir Sahiti auf dem rechten Flügel bis zur Grundlinie durch und spielte den Ball zurück auf Ransford Königsdörffer, der sofort abzog. Das Leder wurde noch geblockt, doch der Abpraller landete bei Dompé, dessen Schuss von Ondrej Karafiat noch unglücklich in den eigenen Kasten abgefälscht wurde.

Nürnberg lange in Unterzahl

Kurz danach dann der nächste Rückschlag für den "Club". Nach einem harten Einsteigen gegen Daniel Elfadli bekam Antiste schon in Minute 16 von Schiedsrichter Timo Gerach die Rote Karte gezeigt. Gerach hatte Antiste zunächst nur verwarnt, nach Ansicht der Videobilder seine Meinung dann aber revidiert.

Die Hanseaten erhöhten in der Folge den Druck. Dompé hatte gleich zweimal die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, fand aber im Nürnberger Torwart Jan Reichert seinen Meister.

In der 37. Minute war es dann aber doch soweit. Nachdem Karafiat bei einem Konter beinahe den Ausgleich erzielt hatte, schlug der HSV zu. Diesmal hatte Reichert gegen Dompé keine Chance. Königsdörffer und Sahiti hätten sogar vor dem Halbzeitpfiff noch auf 3:0 stellen können.

Hamburg auch in Halbzeit zwei souverän

Nach der Pause machte der HSV keinerlei Anstalten, die Nürnberger zurück in die Partie kommen zu lassen und ging weiter spielfreudig zu Werke. In der 57. Minute hatte Adam Karabec  das 3:0 auf dem Fuß, zwei Minuten später traf Sahiti nur den Pfosten - und dann brachte es der eingewechselte Glatzel nach einer Ecke fertig, den Ball aus drei Metern am Tor vorbeizuköpfen. Auch Nürnbergs Reichert konnte sich noch einmal auszeichnen, er parierte gegen den frei auf ihn zulaufenden Ludovit Reis.

Die in dieser Phase recht fahrlässige Chancenverwertung  rächte sich aber nicht, weil Nürnberg in Unterzahl nur wenig entgegenzusetzen hatte. 

Glatzel trifft beim Comeback

Und dann fiel es doch noch, das verdiente 3:0. Glatzel machte es bei seinem Comeback nach langer Verletzung kurz vor Schluss besser als beim ersten Versuch und traf per Kopf zur endgültigen Entscheidung. "Nach so einer so langen Verletzung wieder zu treffen ist unglaublich schön", sagte Glatzel nach der Partie.

Sportschau, 05.04.2025 15:53 Uhr

Nürnberg in Lautern, Hamburg gegen Braunschweig

Nürnberg spielt am 29. Spieltag am Samstagabend (12.04.2025) im Topspiel in Kaiserslautern (20.30 Uhr). Hamburg hat am Freitagabend Braunschweig zu Gast (18.30 Uhr).