
DEL-Playoffs Adler Mannheim verlieren auch Spiel zwei gegen abgezockte Eisbären
Die Adler Mannheim haben auch das zweite Spiel in der Halbfinal-Serie am Freitagabend gegen die Eisbären Berlin mit 0:2 (0:0, 0:2, 0:0) verloren. Besonders der Goalie der Gäste machte den Adlern das Leben schwer.
Nach der 1:3-Niederlage im ersten Halbfinal-Duell starteten die Adler Mannheim am Freitagabend mutig ins zweite Aufeinandertreffen mit den Eisbären aus Berlin. Kristian Reichel vergab die erste gute Möglichkeit für die Gastgeber (2. Minute), als Frederik Tiffels bei seinem Versuch noch entscheidend die Kelle dazwischen bekam. Auch in der ersten Überzahl-Situation nach einer Strafe gegen Berlins Jonas Müller hatte Mannheim gute Chancen auf den Führungstreffer, blieb aber erfolglos.
Auf der anderen Seite kamen die Eisbären nach sechs Minuten erstmals gefährlich vor das Tor von Goalie Arno Tiefensee, der aus kurzer Distanz den Schuss von Yannick Veilleux parierte. Wenig später brachte Ty Ronning den Puck nach einer Zwei-gegen-Eins-Situation nicht im Adler-Kasten unter (8.). Es folgten intensive Zweikämpfe, ab und zu ergänzt durch ein standesgemäßes Playoff-Gerangel - Tore fielen im ersten Drittel allerdings keine.
Erst zahlreiche Topchancen - dann trifft Noebels
Für das erste Highlight im zweiten Drittel sorgte Mannheims Reichel, dessen Schuss von der Unterkante der Latte nicht ins Tor sondern zurück ins Feld sprang (24.). Danach traf Berlins Gabriel Fontaine aus sehr guter Position den Puck nicht richtig (27.), Zach Boychuk scheiterte aus Nahdistanz an Tiefensee (29.). Luke Esposito hätte die Adler dann in Führung bringen können, seinen freien Schuss entschärfte Eisbären-Goalie Jake Hildebrand sehenswert (30.).
Gerade einmal eine gute Minute nach der Großchance von Esposito schlugen die Eisbären zu. Nach einem Schuss von Ty Ronning brachte Marcel Noebels die Scheibe per Abstauber im Tor unter - das 1:0 für den Deutschen Meister (31.). Zudem sammelte Ronning mit seinem Assist im 21. Spiel nacheinander mindestens einen Scorerpunkt und egalisierte damit den Rekord von Peter Draisaitl aus der DEL-Debütsaison 1994/1995. Berlin schaltete einen Gang höher und erhöhte in der 35. Minute auf 2:0, als Eric Hördler einen feinen Angriff aus kurzer Distanz verwandelte.
Berliner Defensive bleibt stabil gegen die Adler
Im Schlussdrittel drängten die Adler Mannheim auf den Anschlusstreffer, doch die Defensive der Eisbären blieb stabil und ließ nur wenige wirklich zwingende Torchancen zu. Und wenn es gefährlich wurde, war der herausragende Goalie Hildebrand zur Stelle oder das Torgestänge stand dem Torerfolg im Weg. Der Einsatz konnte den Adlern in keinem Fall abgesprochen werden, es fehlte am Ende die entscheidende Durchschlagskraft.
Strafminuten: Mannheim 8 - Berlin 8.
Zuschauer: 13.600
Playoff-Stand: 0:2
Nach dem 0:2 (0:0, 0:2, 0:0) am Freitagabend liegen die Adler auch in der Halbfinal-Serie mit 0:2 zurück. Das dritte Duell in der Best-of-Seven-Serie steigt am Sonntag in Berlin. Spielbeginn ist um 14:00 Uhr.
Sendung am Fr., 4.4.2025 18:40 Uhr, SWR1 Baden-Württemberg