
Top-Spiel in der 2. Liga HSV kann Elversbergs Bollwerk nicht knacken
Der Hamburger SV hat im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wichtige Punkte liegengelassen. Trotz zahlreicher Top-Chancen reichte es am Freitagabend (28.03.2025) gegen die stark verteidigende SV Elversberg nur zu einem 0:0.
Elversbergs Trainer Forst Steffen sagte zur Sportschau: "Bis zur 70. Minute hatten wir das Gefühl, dass wir das Spiel vielleicht gewinnen können."
Und sein Kapitän Robin Fellhauer freute sich: "Das ist definitiv ein Punktgewinn, wenn man die letzten zehn Minuten sieht, der HSV hatte eine extreme Druckphase. Aber wir sind stabil geblieben, haben alles wegverteidigt und, denke ich, verdient einen Punkt geholt."
HSV-Trainer Polzin: "Ein 0:0 der besseren Sorte"
Der Coach des HSV, Merlin Polzin, sagte: "Es war ein 0:0 der besseren Sorte. Mit den Aluminiumtreffern und den Chancen, die kurz vor der Linie geklärt wurden, waren wir sehr nah dran. Leider hat es am Ende mit dem Tor nicht geklappt."
Dabei machte der HSV schon im ersten Durchgang sofort Druck, erarbeitete sich Vorteile in den Zweikämpfen, beim Ballbesitz und hatte auch einige sehr gefährliche Abschlüsse. Erstmals brachte Rechtsverteidiger William Mikelbrencis den Elversberger Keeper Nicolas Kristof in der 13. Minute richtig in Not, doch seine verunglückte Flanke klatschte auf die Latte.
In der Folge hatte Davie Selke mehrere gute Gelegenheiten, die klarste vergab aber Ludovit Reis in der 33. Minute: Sein Kopfball nach Flanke des äußerst aktiven Jean-Luc Dompé aus kurzer Distanz hätte die Führung bedeuten müssen, doch Reis drückte die Kugel nicht richtig und platzierte sie zu unkonzentriert - knapp über die Latte.
Hamburgs Heuer Fernandes zweimal überragend
Dieser Chancenwucher hätte sich beinahe kurz vor der Pause gerächt. Nach Vorarbeit von Fisnik Asllani wollte Mikelbrencis klären, knallte die Kugel aber derart scharf aufs eigene kurze Eck, dass es fast so aussah, als habe er sich im Strafraum des Gegners gewähnt. Daniel Heuer Fernandes verhinderte aber mit einem Blitzreflex das Slapstick-Eigentor und war auch kurz danach zur Stelle, als Maurice Neubauer aus dem Gewühl heraus gefährlich abschloss.
Es war insgesamt ein hervorragendes Spiel, in dem beide Teams immer wieder sehr schnell das Mittelfeld überbrückten. Das ging auch nach der Pause direkt so weiter, wieder startete Hamburg stärker: Erst scheiterte Emir Sahiti knapp (48.), Sekunden später vergab Selke schon seine dritte Großchance an diesem Abend.
Elversbergs Richter hat Zeit - und trifft die Latte
Auch Elversberg blieb gefährlich, konterte hervorragend und setzte immer wieder Nadelstiche. Doch die nächste klare Gelegenheit hatte wieder der Tabellenführer: Der eingewechselte Marco Richter hatte in der 78. Minute nach einem schlecht geklärten Ball der Elversberger viel Zeit und viel Raum, um sich die Kugel an der Strafraumgrenze zurechtzulegen - er traf aber nur die Latte.
Am Ende hatte der HSV dann neben Joker Ransford Königsdörffer auch noch den zuvor lange verletzten Robert Glatzel auf dem Platz - das Elversberger Bollwerk hielt aber mit viel Geschick und etwas Glück dem Dauerdruck stand.
Hamburg in Nürnberg, Elversberg gegen Regensburg
Weiter geht es nun für die Hamburger am nächsten Samstagmittag beim 1. FC Nürnberg (13 Uhr). Elversberg empfängt den Tag darauf die Mannschaft von Jahn Regensburg (13.30 Uhr).