Kämpft sich zurück nach ihrer Krebserkrankung: Maria Luisa Grohs

Nach Krebserkrankung "Zuversichtlich und gestärkt" - Mala Grohs blickt nach vorn

Stand: 03.04.2025 21:56 Uhr

FC Bayern-Torfrau Mala Grohs wirkt nach überstandener Krankheit im BR24Sport-Exklusivinterview gelassen. Weniger Druck auf dem Platz verspürt die 23-Jährige jedoch nicht. Sie habe "noch mehr Ehrgeiz, weil ich weiß, Fußball, das ist mein Ding."

Von Margot Lamparter

Im November 2024 war bei der Nummer eins der FC Bayernfrauen eine seltene Krebserkrankung entdeckt worden. Der Tumor wurde operativ entfernt. Knapp vier Monate lang bestritt Mala Grohs kein Pflichtspiel für die FCB-Frauen. Mitte März 2025 gab sie ihr Comeback zwischen den Pfosten in der Champions League gegen Olympic Lyon. Wieder "auf dem Platz zu stehen, war einfach eine Erleichterung", erzählt die 23-Jährige im BR24Sport-Interview.

Mit Höhen und Tiefen gut durch die Zeit gekommen

Grohs wirkt entspannt, wenn sie auf die Monate zurückblickt. "Ich bin alles in allem, glaub' ich, gut durch diese Zeit gekommen. Klar mit Höhen und Tiefen", vorbei sei es allerdings noch nicht. "Die Verarbeitung läuft noch", so Grohs, die sich trotz allem "zuversichtlich und sehr gestärkt" fühlt. Die Lebensfreude sei die ganze Zeit da gewesen. "Ich versuche einfach, mein normales Leben weiterzuführen". Seit ihrer Zeit im Krankenhaus hat Grohs auch einen neuen Begleiter an ihrer Seite. Der kleine Glücksbringer - ein selbst gehäkelter Koala von Giulia Gwinn und Klara Bühl - "war bei allen positiven Terminen mit dabei. Das gibt dann doch ein gutes Gefühl".

Mala Grohs über Ehrgeiz und Druck

Nachdenklich ist sie dennoch: "Bestimmt schaut man anders auf bestimmte Situationen. Misst ihnen vielleicht einen anderen Wert bei." Aber auf dem Platz verspüre sie deshalb jetzt nicht weniger Druck, auch wenn sie weiß, dass es "schlimmere Dinge im Leben gibt, als ein Spiel zu verlieren. Aber so ist es nicht", sagt Grohs. Sie habe "noch mehr Ehrgeiz, weil ich weiß, Fußball das ist mein Ding, das hab' ich selber in der Hand. Das will ich richtig gut machen". Ganz im Gegensatz zur Krankheit, da habe sie selbst nichts in der Hand.

Grohs: "Konzentrieren uns jetzt darauf, was noch kommt"

Sportlich kann sie ihren Ehrgeiz noch in zwei Wettbewerben einbringen. Die Reise in der Champions League ist zwar schon zu Ende. Im DFB-Pokal (15. Mai) stehen die Münchnerinnen aber im Endspiel gegen Bremen und im Meisterrennen liegt die Mannschaft von Trainer Alexander Straus mit sechs Punkten Vorsprung vor Frankfurt an der Spitze. "Wir konzentrieren uns jetzt darauf, was noch kommt", sagt die Nummer eins des Rekordmeisters.

Im Spitzenspiel treffen die FC Bayern-Frauen nach der Länderspielpause am 19. Spieltag auf Verfolger Eintracht Frankfurt. Der Druck liegt aus Grohs Sicht bei den Gastgebern: "Frankfurt muss uns stoppen, wenn ich auf die Tabelle schaue", schmunzelt die FCB-Torfrau und ergänzt. "Es wird ein krasses Topspiel", denn Frankfurt sei ein sehr offensivfreudiger, harter Gegner. Auf dem Weg zur Meisterschaft wolle man die Chance aber natürlich nutzen. Ein Sieg am 12. April ist also Pflicht.

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Quelle: BR24 im Radio 03.04.2025 - 18:54 Uhr