Benjamin Sesko (Leipzig) bejubelt sein Ausgleichstor

RB siegt in Überzahl Erster Sieg unter Löw - Leipzig nutzt Hoffenheimer Patzer

Stand: 05.04.2025 17:31 Uhr

RB Leipzig hat in einer von Fehlern geprägten Partie am Samstagnachmittag die TSG 1899 Hoffenheim bezwungen. Trainer Zsolt Löw bejubelte beim 3:1 (2:1)-Heimerfolg in der Fußball-Bundesliga seinen ersten Sieg als RB-Trainer.

Tom Bischof (11. Spielminute) hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht, Benjamin Sesko (24.) und Ridle Baku drehten die Partie für Leipzig noch im ersten Durchgang, Yussuf Poulsen sorgte in der Schlussphase für den Endstand. Hoffenheims Leo Östigard flog in der 28. Minute vom Platz, sodass Leipzig über eine Stunde in Überzahl spielte.

Nach der bitteren Pokal-Pleite unter der Woche in Stuttgart feierten die Sachsen damit den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Löw und rücken in der Bundesliga-Tabelle mit nun 45 Punkten bis auf einen Zähler zum Viertplatzierten Mainz 05 auf.

Die TSG ist seit vier Spielen sieglos und steckt weiter im Abstiegskampf. Coach Christian Ilzer sagte im Sportschau-Interview, man müsse für die nächsten Wochen das Positive mitnehmen: "Wir haben in Unterzahl lange gut dagegengehalten", so Ilzer. "Wir haben nicht viele Fehler gemacht. Aber die, die wir gemacht haben, waren schwerwiegend."

Sportschau

Leipzig-Coach Löw, der den Klub als Nachfolger des mit Sprechchören und Bannern verabschiedeten Marco Rose bis Sommer aus der sportlichen Krise führen soll, hatte bei RB einst als Co-Trainer unter Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl gearbeitet. Im Sportschau-Interview zeigte er sich "sehr glücklich" über die erfolgreiche Rückkehr in die Leipziger Arena. "Das Ausscheiden im DFB-Pokal war eine große Enttäuschung, das mussten wir verarbieten. Wir hatten auch körperlich und mental wenig Zeit zum Regenerieren", sagte Löw. "Von daher hat die Mannschaft es heute Klasse gemacht."

Leipzig mit Katastrophen-Start

Was seine Spieler zu Beginn zeigten, konnte Löw nicht zufriedenstellen. Das schnelle Umschaltspiel der Hoffenheimer stellte RB vor Probleme. Im Ballbesitz fand Leipzig kaum Lösungen. Die erste Chance durch Willi Orban (10.) war ein Zufallsprodukt, dem Kapitän war der Ball im Getümmel nach einer Ecke vor die Füße gefallen. 

Individuelle Aussetzer prägen Partie zwischen Leipzig und Hoffenheim

Zu den Problemen im Kollektiv gesellten sich individuelle Aussetzer: Torhüter Peter Gulacsi spielte den Ball unbedrängt in die Füße von Bazoumana Touré, der an Bischof weiterleitete. Bei dessen Treffer aus rund 25 Metern machte Gulacsi ebenfalls keine gute Figur. Eine prompte Leipziger Reaktion blieb aus. Die Sachsen wirkten verunsichert und unkonzentriert - und wurden von der TSG ins Spiel zurückgebracht.

Erst ließ Nationaltorhüter Oliver Baumann einen vermeintlich harmlosen Sesko-Kopfball ins eigene Tor abprallen. Dann sah Östigard in Folge einer Notbremse gegen den enteilten Lois Openda Rot - eine harte, aber vertretbare Entscheidung.

Leipzig in Überzahl die bessere Mannschaft

Hoffenheims Nackenschläge gaben Leipzig Rückenwind. RB hatte nun mehr Raum und Spielanteile, verlagerte das Geschehen vermehrt in die Hoffenheimer Hälfte und wurde mit der Führung belohnt. 

Leipzig drängte nach dem Seitenwechsel auf die Entscheidung und spielte sich vorübergehend am Hoffenheimer Strafraum fest. Viel zu selten ergaben sich daraus aber große Chancen. RB machte aus der Überzahl insgesamt zu wenig und geriet bei einem TSG-Konter in höchste Not (70.). Poulsen sorgte dann für die Entscheidung.

Leipzig in Wolfsburg, Hoffenheim gegen Mainz

Leipzig spielt Freitagabend in Wolfsburg (20.30 Uhr). Hoffenheim hat am Samstagnachmittag die Mannschaft aus Mainz zu Gast (15.30 Uhr).