Kiel und St. Pauli bei der Verhandlung des DFB-Bundesgerichts in Frankfurt (Quelle: IMAGO / Matthias Koch)

Fußball-Bundesliga Feuerzeug-Eklat bei Union-Spiel: Berufung von Kiel und St. Pauli unzulässig

Stand: 28.02.2025 14:51 Uhr

Der Einspruch der beiden Fußball-Bundesligisten FC St. Pauli und Holstein Kiel rund um den Feuerzeug-Wurf beim Spiel von Union Berlin gegen den VfL Bochum ist abgewiesen worden. Die Berufungen gegen das Urteil seien unzulässig, entschied das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag in Frankfurt/Main.
 
Damit dürfen beide Klubs nicht weiter an der mündlichen Verhandlung teilnehmen. Eine Entscheidung des Gerichts über die Wertung der Partie wird für Freitagnachmittag erwartet.

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Möglicher Einfluss auf den Tabellenkeller

St. Pauli und Kiel waren nicht am Skandal-Spiel zwischen Union und Bochum vom 14. Dezember beteiligt, sahen aber eine Einflussnahme auf die Integrität des Wettbewerbs - genau genommen auf den Abstiegskampf.
 
Das Sportgericht des Verbandes hatte in erster Instanz geurteilt, dass die Partie nicht wie ausgegangen 1:1 gewertet wird, sondern mit 2:0 für die Bochumer. Die Begegnung im Stadion An der Alten Försterei war in der 92. Minute für mehr als 25 Minuten unterbrochen, nachdem der Bochumer Schlussmann Patrick Drewes von einem aus dem Union-Block geworfenen Feuerzeug getroffen worden war und vom Feld musste. Neben Union Berlin hatten auch St. Pauli (Tabellen-15.) und Kiel (Tabellen-18.) Berufung gegen das Urteil des Sportgerichts eingelegt.

"Ein nicht praktikabler Weg"

Zum Auftakt der zweiten Verhandlung entschied das DFB-Bundesgericht unter dem Vorsitz von Oskar Riedmeyer, dass die Berufungen nicht zugelassen werden. Ein berechtigtes Interesse könne jeder Verein haben, so der Richter. Man habe geprüft, wann ein "unmittelbares" Interesse bestehe. Der Kreis der Vereine könne aber nicht zu groß gezogen werden. "Dies wäre ein nicht praktikabler Weg", hieß es zur Begründung weiter.
 
Wenn das Bundesgericht das Urteil des Sportgerichts vom 9. Januar bestätigt, hätte Bochum zwei Punkte mehr in der Tabelle und würde nach dem derzeitigen Stand den 1. FC Heidenheim, der sich nicht in den juristischen Streit einmischen wollte, um zwei Zähler überflügeln und vom 16. Platz verdrängen. Union Berlin würde ein Punkt abgezogen und auf Platz 13 bleiben, dann aber nur noch mit sechs statt neun Punkten Vorsprung auf Bochum.

Sendung: rbb 88.8, 28.02.2025, 05:30 Uhr