St. Paulis Philipp Treu (l.) und Gladbachs Julian Weigl kämpfen um den Ball.

NDR-Sport FC St. Pauli vor Gladbach-Spiel: "Wir sind kein Fallobst"

Stand: 04.04.2025 21:08 Uhr

Für den FC St. Pauli stehen in der Fußball-Bundesliga die Wochen der Wahrheit an. Die Hamburger haben im Rennen um den Klassenerhalt eine gute Ausgangsposition, müssen aber angesichts erstarkter Konkurrenz weiter punkten. Trainer Blessin fordert gegen Borussia Mönchengladbach einen Heimsieg.

"Wir spielen daheim", sagte Trainer Alexander Blessin am Freitag mit Blick auf die Partie gegen die "Fohlen" am Sonntag (15.30 Uhr, im NDR Livecenter). "Und wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir nicht nur Fallobst sind, was die Heimstärke betrifft", ergänzte der 51-Jährige.

Mit Gladbach reist ein ambitionierter Gegner an, der das internationale Geschäft ins Auge gefasst hat und seine letzten beiden Liga-Spiele gewinnen konnte. "Sie werden mit breiter Brust ans Millerntor kommen" sagte Blessin über den VfL und lobte deren Entwicklung: "Sie haben ihre individuellen Stärken besser eingebracht. Sie treten als Mannschaft auf."

Blessin: "Wir müssen höllisch aufpassen"

Um gegen die "Fohlen" zu bestehen, wollen sich die Braun-Weißen auf ihre Stärken besinnen - die kompakte Defensive: "Wir müssen höllisch aufpassen bei einem Ballverlust, weil sie da ihre Stärken haben", warnte Blessin vor dem kommenden Gegner. Und dies nicht ohne Grund. Bei der 2:3-Niederlage beim FC Bayern München wurde allzu deutlich, dass die bisher so zuverlässige Defensive der Hamburger ohne Hauke Wahl nicht stabil genug ist. Drei einfache Gegentore ermöglichten die Gäste dem Rekordmeister, was am Ende in einer insgesamt engen Partie einem möglichen Punktgewinn im Weg stand.

Wahl kehrt zurück, van der Heyden fällt aus

Die Hoffnungen ruhen nun auf einer Rückkehr des gebürtigen Hamburgers in die Dreierkette. "Bei Hauke gehe ich davon aus, dass er spielt", gab St. Paulis Trainer grünes Licht für seinen Einsatz. David Nemeth ist zudem nach einer Blessur ebenfalls wieder fit, fehlen wird den Kiezkickern allerdings Siebe van der Heyden. Der Belgier laboriert an einer Oberschenkelverletzung, für ihn könnten Lars Ritzka oder Adam Dzwigała in die Startelf rücken. In der Offensive steht Morgan Guilavogui nach seiner Verletzung vor seinem Comeback.

Es wird eng im Abstiegskampf

Auch er soll dabei mithelfen, die drigend benötigten Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Denn langsam wird es eng für den Aufsteiger, die Konkurrenz der Kiezkicker im Abstiegskampf bläst seit Wochen zur Attacke. Der 1. FC Heidenheim holten aus den vergangenen drei Partien sieben Punkte und feierte dabei Siege gegen Holstein Kiel und jüngst beim VfL Wolfsburg. Damit sind die Baden-Württemberger auf drei Zähler an die Braun-Weißen herangerückt.

Am Sonnabend trifft der 1. FCH zudem auf das strauchelnde Bayer Leverkusen, das die Pokal-Schmach bei Arminia Bielefeld im Gepäck hat. Möglich, dass die Heidenheimer auch gegen den deutschen Meister ihre Erfolgsserie fortsetzen und den Druck auf die Hamburger weiter erhöhen.

Szenarien, mit dem sich am Millerntor allerdings noch niemand beschäftigt, St. Pauli bleibt bei sich: "Wir haben jetzt sieben Endpsiele", gab Blessin die Losung für die nächsten Wochen aus.

Mögliche Aufstellungen:

St. Pauli: Vasilj - Nemeth, Wahl, Ritzka - Saliakas, Irvine, Smith, Treu - Weißhaupt, Sinani, Saad
Mönchengladbach: Pereira Cardoso - Scally, Itakura, Elvedi, Ullrich - Reitz, Weigl - Honorat, Plea, Hack - Kleindienst

Dieses Thema im Programm:
Hamburg Journal | 04.04.2025 | 19:30 Uhr