
Fußball | Regionalliga Spektakel in Hälfte zwei: Erfurt dreht irres Spiel gegen den BFC Dynamo
Fünf Tore, drei Platzverweise und ein überglücklicher Sieger. Der FC Rot-Weiß Erfurt hat gegen den BFC Dynamo ein irres Spiel noch gedreht und klar mit 4:1 (0:1) gewonnen. Bis zur Pause sah es trübe aus für die Thüringer, dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf.
BFC mit der Führung - Erfurt in Unterzahl und verunsichert
Beide Mannschaften hielten sich nicht lange bei der Vorrede auf, sondern suchten schnell die Offensive. Und die klappte beim BFC hervorragend, allerdings mit gütiger Mithilfe der Erfurter. Bereits in der sechsten Minute klingelte es im Kasten der Blumenstädter, nachdem RWE-Schlussmann Lorenz Otto nach Zuspiel von Robin Fabinski den Ball vertändelte. Berlins Bennedikt Wüstenhagen kam angesprintet und netzte zur Gästeführung ein. Schock bei den Erfurtern, die lange brauchten, um sich wieder zu sammeln.

BFC-Keeper Leon Bätge faustet die Kugel aus dem Strafraum.
Der BFC stattdessen nun mit breiter Brust, hatte in der 23. Minute die Riesenchance auf das 2:0, doch Wüstenhagen schoss glatt am leeren Tor vorbei. In der 38. Minute kam es dann knüppeldick für die Erfurter, denn Obed Ugondu hatte schon Gelb gesehen und musste nach hartem Einsteigen gegen Amiro Amadou vom Platz. Die Blumenstädter nun in Unterzahl. Obwohl noch ordentlich Zeit war, so recht wollte man keinen Pfifferling mehr auf die Rot-Weißen geben.
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf
Doch nach der Pause nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Zunächst bestimmten die Hauptstädter die Szenerie, doch wie aus dem Nichts kamen die Erfurter zum Ausgleich. Nach einem Eckball bugsierte Ben-Luca Moritz in der 55. Minute den Ball zum 1:1 über die Linie. Und nur drei Minuten später wurde es noch wilder. Karim El Abed rempelte im Strafraum Phillip Aboagye um und sah dafür den gelben Karton. Zudem gab es Foulelfmeter für Erfurt. Andy Trübenbach ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 2:1.
Das Blatt hatte sich gewendet, denn plötzlich witterten die Gastgeber Morgenluft, dagegen wurden die BFC-Spieler immer nervöser. Folglich sah auch noch El Abed, der den Elfer verschuldet hatte, in der 61. Minute die Ampelkarte. Und sieben Minuten danach erwischte es noch BFC-Akteur Wüstenhagen mit Gelb-Rot. Unglaublich, Erfurt nunmehr in Überzahl.

Erfurter Jubeltraube mit Ben-Luca Moritz, Robin Fabinski und Til Schwarz.
Und die Thüringer legten auch im Ergebnis nach. Maxime Langner nutzte die Verwirrung in der BFC-Abwehr und netzte zum 3:1 (71.) ein. Wenig später packte Jeremiaha Maluze gar noch das 4:1 drauf. Jetzt waren die Gäste endgültig geschlagen. Ömer Uzun hätte kurz vor Ultimo noch das 5:1 erzielen können, doch Berlins Julian Wießmeier klärte per Kopf auf der Linie. Dann war Schluss und die Erfurter Fans feierten ihre Mannschaft nebst Co-Trainer Thomas Kost, der wieder für Fabian Gerber an der Linie gestanden hatte, euphorisch.
jmd