
Fußball | Regionalliga Carl Zeiss Jena gewinnt XXL-Saaleduell gegen Hallescher FC
Ist die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost vorentschieden? Der Hallesche FC verlor am Freitagabend verdient in Jena. Und einige HFC-Chaoten sorgten in der Halbzeitpause für eine 40-minütige Unterbrechung.
Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt das Duell gegen den Halleschen FC insgesamt mehr als verdient mit 2:0 und beendet vermutlich alle Hoffnungen der Gäste auf den Staffelsieg. Während sich die Gastgeber deutlich verbessert und vor allem in der Defensive sehr diszipliniert präsentierten, enttäuschte der HFC über weite Strecken. Zudem sorgten einige Chaoten unter den Gästefans für eine XXL-Halbzeitpause, nachdem sie gewaltsam in den Innenraum gerieten und dabei ein Zaunsfeld zerstörten.
Viele Änderungen bei Jena
Jenas Trainer Volkan Uluc hat sein Team gleich auf vier Positionen verändert. Mit Erik Weinhauer, Ted Tattermusch und Alexander Prokopenko ließ er drei Offensivleute auf der Bank. Marcel Hoppe fehlte verletzt. Hamza Muqaj, Joel Richter, Ken Gipson und Maurice Hehne rutschten dafür in die Startelf. Sein Gegenüber Mark Zimmermann wechselte bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zwei Mal. Joe Joe Richardson fehlte wegen einer Gelbsperre, Robert Berger musste verletzungsbedingt passen. Dafür spielten Cyrill Akono und Niklas Landgraf von Beginn an.

Gipson und Akono (v.l.) vor dem Jenaer Tor.
Jenaer Doppelschlag vor der Pause
Zunächst passierte bis auf viele Zweikämpfe nicht viel auf dem Platz. Dann verletzte sich Halles Innenverteidiger Kilian Zaruba bei einem Zweikampf unglücklich am linken Fuß. Jena nutzte die Unordnung in der HFC-Defensive und führte nach einem Konter in der 21. Minute. Kai Seidemann fand von links den Kopf von Muqaj, der aus acht Metern traf. Nur drei Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz der Gäste. Joel Richter schob ins leere Tor ein, nachdem HFC-Keeper Luca Bendel eher unmotiviert aus seinem Tor kam, aber nicht klären konnte. Halle hatte nun eine Weile am Rückstand zu knabbern, steigerte sich dann aber vor der Pause. Vor allem über die linke Seite mit Akono wurde es gefährlich. Doch der Offensivmann scheiterte genauso wie Robin Friedrich und Lucas Halangk. Jena blieb bei seinen Kontern aber jederzeit gefährlich und ging mit einer 2:0-Führung in die Kabine.

Jubel beim FC Carl Zeiss Jena nach dem Führungstor.
HFC-Chaoten sorgen für lange Unterbrechung
Unschöne Szenen dann in der Pause: HFC-Anhänger gerieten gewaltsam in den Innenraum, stürmten in den Jenaer Fanbereich vor und mussten von der Polizei zurückgedrängt werden. Schon während der ersten Halbzeit waren vereinzelt Raketen aus dem Block der Gäste geflogen. Ein Zaunsfeld fehlte am Ende im Gästeblock, der musste notdürftig ersetzt werden. Erst nach 40 Minuten wurde die Partie dann wieder angepfiffen.

HFC-Chaoten brechen aus dem Block aus
Keine Aufholjagd des HFC - Jena vergibt viele Konterchancen
Die große Aufholjagd fand dann nicht wirklich statt. Zum einen stand der FC Carl Zeiss Jena über weite Strecken weiter sicher. Zum anderen war Jena bei eigenen Angriffen deutlich gefährlicher. Richter scheiterte in der 54. Minute an Bendel, Seidemann ließ weitere Konterchancen ungenutzt. Es dauerte bis zur 77. Minute, als Fabrice Hartmann nach eine unglücklichen Abwehr von Keeper Marius Liesegang aus zehn Metern freie Bahn hatte, aber ein Jenaer Spieler vor der Torlinie retten konnte.

Nils Butzen (re.) schirmt den Ball gegen Fabrice Daniel Hartmann ab.
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rei