Erfurts Benjika Caciel erzielt das Tor zum 1:0

Fußball | Regionalliga Nur ein Punkt: Erfurt kommt bei Hertha Zehlendorf von der Siegerstraße ab

Stand: 04.04.2025 21:14 Uhr

Da war eindeutig mehr drin. Der FC Rot-Weiß Erfurt schien bei Hertha Zehlendorf schon auf die Siegerstraße eingebogen zu sein, wurde dann aber doch noch ausgebremst und musste sich mit einem Remis zufrieden geben. Am Ende hieß es 3:3, zudem verballerte RWE noch einen Handelfmeter.

Nachdem Erfurts Trainer Fabian Gerber bei den zwei Spielen zuvor kränkelte und auf der Tribüne saß, nahm er wieder auf der Trainerbank Platz. "Es fühlt sich gut an. Ich bin froh, dass ich wieder an der Linie stehen kann", bemerkte der 45-Jährige vor dem Anpfiff bei "Ostsport". Gerber musste das Team gehörig umbauen, da sich im erfolgreichen Spiel gegen den BFC vier Akteure Sperren eingehandelt hatten.

Wolf mit einem Strich zum 2:1 - Torschütze verletzt vom Feld

Die Erfurter begannen selbstbewusst und setzten die ersten Akzente. Bereits nach acht Minuten wurde es ganz konkret, denn die Gäste gingen in Führung. Nach einem Wolf-Eckball nahm Benjika Caciel Maß und traf aus Nahdistanz zur Führung für die Erfurter. Da sahen die Zehlendorfer nicht sonderlich gut aus. Schnell schien für die Gerber-Schützlinge alles nach Plan zu laufen. Doch denkste, auch die Gäste wackelten. Nachdem sich Erfurts Gaoussou Dabo die Kugel im Zweikampf abnehmen ließ, bediente Bocar Baro seinen Kollegen Daniel Krasucki, (13.), der zum Ausgleich einnetzte.

Erfurts Benjika Caciel erzielt das Tor zum 1:0

Erfurts Benjika Caciel erzielt das Tor zum 1:0

Nun wurde es eine Partie auf Augenhöhe, die Hertha-Kicker versuchten immer wieder, Nadelstiche zu setzen. Aber auch die Erfurter waren nicht untätig und stellten in der 31. Minute auf 2:1. Und das mit einem Tor zum Zunge schnalzen. Marco Wolf schnappte sich die Kugel, zog mit links ab und vollendete aus rund 25 Metern ins rechte Eck. Ein Klasse-Volltreffer, auch wenn er nicht unhaltbar schien. Leider verletzte sich der RWE-Torschütze kurz vor der Pause im Luftduell mit Zehlendorfs Eric Stiller und musste wie der Berliner vorzeitig vom Feld. Für Wolf, der ins Krankenhaus gebracht wurde, kam Andy Trübenbach.

Verletzung Marco Wolf

Marco Wolf wird auf dem Feld behandelt. Er hat sich offenbar die Nase gebrochen.

Erfurt kommt von der Siegerstraße ab und verballert Elfmeter

Die Erfurter kamen mit viel Schwung aus der Kabine und orientierten sich auf das dritte Tor. Und das ließ auch nicht lange auf sich warten. Nach feiner Vorarbeit von Maxime Awoudja auf Ben-Luca Moritz passte dieser in die Mitte, Trübenbach (51.) war zur Stelle und bugsierte das Leder aus Nahdistanz zum 3:1 in die Maschen. Nun schienen die Rot-Weißen auf der Siegerstraße zu sein, doch sie hatten die Rechnung ohne die Gastgeber gemacht. Die Zehlendorfer spielten mutig nach vorn und erzielten nach einer Stunde den Anschluss. Sven Reimann köpfte nach einem Freistoß zum 2:3 ein. Die Gäste versuchten nunmehr, die Hertha-Kicker vom eigenen Strafraum entfernt zu halten. Und vorn probierte es Caciel (66.), der sich durchtankte, Torwart Nash-Daniel Amankona umspielte und schließlich an Jake-Robert Wilton scheiterte, der auf der Linie rettete.

Das hätte das 4:2 für die Blumenstädter sein können, stattdessen gab’s etwas später die kalte Dusche in Form des 3:3. Die Thüringer bekamen das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone, Bocar Baro nahm den Ball direkt und traf zum 3:3 (78.). Jetzt war guter Rat teuer für RWE, doch zehn Minuten vor Ultimo schien dann Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer mitzuspielen. Sie zeigte nach einem Handspiel von Zehlendorfs Jonas Burda im Erfurter Strafraum auf den Punkt. Caciel nahm sich der Sache an und schoss rechts am Kasten vorbei. Ärgerlich, Möglichkeit vergeben. So blieb es bis zum Abpfiff beim 3:3.

Stimmen aus dem Erfurter Lager:

jmd