Oilers-Stürmer Leon Draisaitl

Endspurt in der NHL Die Playoff-Chancen von Draisaitl und Co.

Stand: 02.04.2025 12:27 Uhr

Sieben deutsche Eishockey-Stars stehen aktuell in der NHL unter Vertrag. Für einige von ihnen endet in zwei Wochen die Saison, für andere geht sie dann erst richtig los.

Wir geben einen Überblick über die Chancen der Deutschen, es mit ihren Teams noch in die Playoffs zu schaffen. Dabei gibt es schon Akteure, bei denen so gut wie klar ist, dass sie in die finalen Runden im Kampf um den Stanley Cup gehen dürfen. Für einige deutsche Profis geht es allerdings nur noch um einen vernünftigen Abschluss, ehe die reguläre Saison am 18. April endet.

Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)

Mit seinem 52. Saisontor hatte der 29-Jährige in der Nacht auf Mittwoch (02.04.2025) wiederholt maßgeblichen Anteil am 3:2-Sieg seines Teams bei den Vegas Golden Knights. Trotz seiner vorherigen knapp zweiwöchigen Verletzungspause ist Draisaitl nach wie vor mit Abstand der beste Torschütze der Liga (William Nylander ist mit 42 Toren Zweiter) und wird ein entscheidender Faktor in den Playoffs.

In denen stehen die Oilers noch nicht ganz sicher, die Möglichkeit, dass es nicht klappt, ist jedoch nur noch theoretisch. Dafür spricht auch die von ESPN errechnete Wahrscheinlichkeit auf den Einzug in die Playoffs von 99,5 Prozent. Bei noch acht ausstehenden Spielen lebt der Traum vom ersten Stanley Cup für Draisaitl nach der Finalniederlage im vergangenen Jahr.

John-Jason Peterka (Buffalo Sabres)

Der Nationalspieler feierte im deutschen Duell gegen Tim Stützle einen 5:2-Sieg, doch der bessert aller Voraussicht nach nur die Bilanz auf. Denn die Sabres haben als Vorletzter in der Eastern Conference kaum noch Playoff-Chancen, sie bräuchten in ihren letzten acht Spielen jede Menge Siege und ganz viel Mithilfe der Konkurrenz. An Peterka liegt das aber nicht, der 23-Jährige spielt mit 60 Scorerpunkten in 69 Einsätzen seine erfolgreichste NHL-Saison.

Tim Stützle (Ottawa Senators)

Trotz der Niederlage gegen Buffalo ist die Ausgangslage für Stützles Senators sehr gut. Als Siebter im Osten hat Ottawa aktuell sieben Punkte Vorsprung auf die Plätze, die das Aus nach der regulären Saison bedeuten würden. Nach oben geht vermutlich nichts mehr, weil die ersten drei Teams der Division (sind in den Playoffs jeweils gesetzt) einen großen Vorsprung haben. Allerdings ist die Form mit fünf Pleiten in den vergangenen acht Spielen nicht auf der Seite von Stützle (bereits 71 Torbeteiligungen) und Co..

Moritz Seider (Detroit Red Wings)

Eines der Teams, die die Senators noch abfangen wollen, sind die Red Wings um Seider. Mit 75 Punkten beträgt der Rückstand auf Ottawa aktuell neun Zähler, auf den Achten im Osten, die Montreal Canadiens, sind es aber nur überschaubare vier Punkte. Dennoch darf sich Detroit kaum noch Rückschläge wie beim 1:2 nach Verlängerung gegen die St. Louis Blues in der Nacht auf Mittwoch leisten.

Philipp Grubauer (Seattle Kraken)

Die vierte Saison des Kraken wird zum dritten Mal bereits nach 82 Spielen enden - das besiegelte die 1:3-Niederlage in der Nacht auf Dienstag gegen die Dallas Stars. Für Goalie Grubauer endet die Spielzeit jedoch erfreulich. Nachdem der 33-Jährige zwischenzeitlich in das Farm Team Coachella Valley Firebirds (sieben Einsätze) abgeschoben wurde, steht er nun wieder im Tor des Kraken. Gegen Dallas wehrte Grubauer 28 von 30 Schüssen (93,3 Prozent ab), untermauerte seine starke Form.

Lukas Reichel (Chicago Blackhawks)

Das Schicksal der Blackhawks, die sich mit vielen Talenten mitten im Umbruch befinden, ist schon seit Wochen besiegelt. Mit 51 Punkten ist das Team um Reichel das zweitschwächste der NHL, nur die San Jose Sharks haben noch einen Zähler weniger auf dem Konto. Immerhin winkt Chicago so ein früher Pick im Draft, in der ersten Runde dürfen sich die Blackhawks durch einen früheren Trade mit den Toronto Maple Leafs sogar noch ein weiteres Talent aussuchen.

Nico Sturm (Florida Panthers)

Der 29-Jährige hatte vor einigen Wochen das Glück, vom NHL-Schlusslicht San Jose zum Titelverteidiger wechseln zu dürfen. Das war zeitgleich auch sein Ticket für die Playoffs, denn die sind den Panthers auch schon so gut wie sicher (laut ESPN 99,9 Prozent Wahrscheinlichkeit). Zweimal in Folge schaffte es Florida ins Finale um den Stanley Cup, mit Sturm (kam bei seinen elf Einsätzen auf durchschnittlich zehn Minuten Eiszeit) als Bully-Spezialisten soll es ein drittes Mal klappen.