Noah Atubolu und Kiliann Sildilla

Fußball | Bundesliga SC Freiburg vor Augsburg - mit Minuswert in die Champions League?

Stand: 28.02.2025 16:10 Uhr

Selten hatte ein Viertplatzierter ein schlechteres Torverhältnis als der SC Freiburg. Dennoch darf der Sport-Club auf die Champions League hoffen.

Wenn am Sonntag das Flutlicht im Stadion des FC Augsburg angeht, dann geht es für beide Teams nicht nur um drei Punkte, sondern auch um die Einstellung eines Vereinsrekords. Während der FC Augsburg seit sieben Spielen ungeschlagen ist, hat der SC Freiburg seine vergangenen vier Spiele alle gewonnen. Die jüngste Freiburger Siegesserie spülte die Breisgauer sogar bis auf Platz vier - und das trotz eines negativen Torverhältnisses von -2 Treffern.

Zum Vergleich: In der vergangenen Saison stand zum selben Zeitpunkt der Saison die Borussia aus Dortmund auf dem vierten Platz - mit einer Tordifferenz von plus 16. Bemerkenswert: Die Freiburger Minimalisten würden im Torverhältnis sogar noch schlechter dastehen, hätten sie in der vergangenen Woche nicht mit einem 5:0-Kantersieg gegen Bremen aufgetrumpft.

Julian Schuster: "Es sind Momentaufnahmen"

Insgesamt hat der Sport-Club aktuell einen Lauf. Vor der Siegesserie hatte es allerdings für die Mannschaft von Julian Schuster drei Niederlagen nacheinander gegeben. Schwankungen, die Schuster gar nicht als solche wahrnimmt. "Für mich gibt es kein Auf und Ab. Die Wahrheit liegt genau in der Mitte. Ich habe weder eine Krise wahrgenommen, noch nehme ich jetzt das andere Extrem wahr", sagte Schuster auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Alles andere kommt nicht von mir oder von uns. Es ist alles sehr nah beieinander und es sind Momentaufhnamen, die uns mit Sicherheit sehr gut tun."

Gegen den FCA erwartet der 39-Jährige eine schwere Aufgabe. Beim 3:0 zuletzt in Gladbach hatte der Augsburger Alexis Claude-Maurice mit einem Hattrick beinahe im Alleingang für den Auswärtserfolg gesorgt. "Er ist auf dem Spielfeld sehr flexibel, was auch seine Positionierung angeht. Gutes Dribbling, gute Abschlüsse. Das wird mit Sicherheit eine der Schlüsselaufgaben, ihn da in den Griff zu bekommen", zollte Schuster dem 26-Jährigen Respekt.

Duell zweier starker Keeper

Doch auch der SC hat jede Menge formstarke Akteure im Kader. Daran, dass die Schwarzwälder trotz der mageren Torstatistik so gut platziert sind, hat Torhüter Noah Atubolu gehörigen Anteil. Der 22-Jährige parierte gegen Bremen seinen vierten Bundesliga-Elfmeter in Folge, hält seit nunmehr 396 Minuten seinen Kasten sauber und jagt damit einen weiteren Freiburger Vereinsrekord: Vor knapp 25 Jahren blieben die Freiburger 510 Minuten lang ohne Gegentor.

Dass gegen Augsburg ein weiteres Torfestival wie gegen Bremen folgen wird, ist indes eher unwahrscheinlich. Augsburgs Torwart Finn Dahmen steht Atubolu kaum nach und musste seinerseits bereits seit 343 Minuten nicht mehr hinter sich greifen. Die negative Freiburger Tordifferenz könnte also durchaus weiterhin bestehen - genauso aber wie der vierte Platz in der Bundesliga-Tabelle.

Sendung am So., 2.3.2025 23:40 Uhr, SWR Sport, SWR