Werder-Profi Leonardo Bittencourt beschwert sich lautstark während des Pokalspiels in Bielefeld, dass ihm der Ball nicht zugespielt wurde.

Bremen in der Krise "Geht mir auf den Sack" - Werders Wut nach Pokalaus

Stand: 26.02.2025 13:48 Uhr

Nach der blamablen 1:2-Niederlage bei Drittligist Arminia Bielefeld ist die Enttäuschung bei den Bremern groß. Werder rutscht nun immer tiefer in die Krise.

Mitchell Weiser weinte nach dem Abpfiff bittere Tränen. Den Verteidiger nahm das Aus von Werder Bremen im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Außenseiter Arminia Bielefeld (1:2) ganz besonders mit, dann kamen auch noch die Pfiffe der enttäuschten Fans dazu. Die große Chance auf den Halbfinaleinzug beim Drittligisten aus Ostwestfalen haben die Hanseaten leichtfertig vergeben. Die Krise spitzt sich zu.

"Wir haben nicht das Spiel gespielt, was wir spielen müssen", monierte Kapitän Niklas Stark. Er merkte angesichts der vierten Pflichtspielniederlage nacheinander an: "Wir laufen zur Zeit unserer Leistung hinterher. Es liegt an vielen, vielen Kleinigkeiten. Manchmal kann man im Fußball nicht alles erklären. Deswegen ist es manchmal so geil und manchmal so scheiße – bei uns ist es im Moment scheiße."

"Was wir hier für Chancen wegschmeißen"

Werder-Profi Mitchell Weiser hockt nach dem Pokal-Aus in Bielefeld auf dem Rasen und hält sich eine Hand vors Gesicht, er weint.

Werder-Profi Mitchell Weiser ließ seinen Tränen nach dem Pokal-Aus in Bielefeld freien Lauf.

In Bielefeld schaffte es Werder über weite Strecken nicht, Lösungen gegen das starke Laufspiel der Arminen zu finden. "Du musst dich ein Stück weit anpassen. Die machen den Raum zu. Du musst sie mit ihren Mitteln bekämpfen", sagte Leonardo Bittencourt und resümierte: "Wir haben es nicht auf den Platz bekommen. Wir sind verdient ausgeschieden."

Bittencourt legte mit seiner Kritik noch nach. Werder sei dabei, eine bis zur Winterpause starke Saison quasi wegzuschmeißen. "Das regt mich am meisten auf, dass wir es nicht geschafft haben, dranzubleiben", sagte der 31-Jährige.

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An der von Trainer Ole Werner vermittelten Spielidee liegt es laut Bittencourt nicht. "Unsere Pläne sind Woche für Woche gut. Aber wir bringen es einfach nicht auf den Platz", sagte er.

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"Da rasiere ich jetzt drüber"

Werder hat von neun Pflichtspielen in diesem Jahr nur eines gewonnen. Die Niederlage im Pokal beim Drittligisten ist der vorläufige Tiefpunkt. Atmosphärische Störungen gibt es in der Mannschaft laut Bittencourt aber nicht. "Nee, gibt's nicht und das ist das Problem. Vielleicht muss da ein bisschen Störung rein." Das Team sei "wahrscheinlich zu lieb. Alles ist immer schön. Alles ist immer gut", sagte der Routinier. "Da rasiere ich jetzt drüber. Das ist mir scheißegal."

Statt Werder darf nun Bielefeld vom Finale in Berlin träumen. Marius Wörl (35. Minute) und ein Eigentor von Julian Malatini (41.) ließen die Alm beben, der Bremer Anschlusstreffer durch Oliver Burke (56.) war zu wenig. Die Arminia folgte damit dem VfB Stuttgart und Titelverteidiger Bayer Leverkusen in die Vorschlussrunde, den letzten Teilnehmer spielen am Mittwoch (20:45 Uhr) RB Leipzig und der VfL Wolfsburg aus.

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