Magdeburgs Silas Gnaka (l.) im Duell mit Brooklyn Ezeh

Remis im Aufstiegsrennen Hannover und Magdeburg rackern sich vergeblich ab

Stand: 31.03.2025 00:01 Uhr

Ein Punkt, der für beide eigentlich zu wenig ist - Hannover 96 und der 1. FC Magdeburg müssen sich nach einem intensiven Duell im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga mit einem Unentschieden begnügen.

Am Samstag sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein 0:0. Beide Teams sind weiter punktgleich (43 Zähler) und bleiben oben dran.

Hannover nach Standards gefährlich - Magdeburgs Hercher rettet

Die Hausherren erwischten den besseren Start. Dabei waren es vor allem Standardsituationen, die gefährlich für Magdeburg wurden. Aus dem ersten Eckball hätten die Gastgeber beinahe das 1:0 gemacht.

Phil Neumanns Abschluss aus kurzer Distanz wurde von Magdeburgs Philipp Hercher in höchster Not auf der Linie gerettet (4. Minute). Auch die anschließenden beiden Eckbälle waren gefährlich, führten aber ebenfalls nicht zu einem Treffer.

Im Luftkampf war Hannover den Gästen deutlich überlegen. Ein weiterer Standard fand den Kopf von Josh Knight, erneut entschärfte Hercher auf der Linie. Danach sprang der Ball im Getümmel an Marcus Mathisens Hand, Hannover forderte einen Strafstoß. Doch Mathisens Berührung erfolgte mit zugewandtem Rücken im Fallen und ohne gute Sicht, der Elfmeterpfiff blieb folgerichtig aus (19.).

FCM erkämpft Spielkontrolle, macht aber wenig draus

Danach entwickelte sich das Spiel nach Erwartung von FCM-Trainer Christian Titz: "Uns war schon klar, dass wir wahrscheinlich mehr Spielanteile haben", sagte er nach dem Spiel. Sein Team wollte merklich die Kugel haben - und erlangte auch weite Teile des Ballbesitzes (59 Prozent).

Hannover überließ den Gästen das Zepter und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Doch die boten sich nur selten, denn der FCM gewann auch mehr Zweikämpfe. Im Angriffsdrittel ging nun mehr: Baris Atik, Aktivposten der Magdeburger, verzog einen technisch feinen Dropkick haarscharf (22.).

Allerdings verzettelte sich der FCM in seinem Kombinations-Rausch vorne auch regelmäßig. Zwar habe man Dominanz gezeigt, fand Titz, aber in der Box habe die "letzte richtige Entscheidung" gefehlt.

Magdeburg spielte immer mal wieder einen Pass zu viel, statt schneller den Abschluss zu suchen. Fast hätte sich das noch vor der Pause gerächt, denn Hannovers Nielsen verpasste nach einer Flanke von Brooklyn Ezeh die Führung, Daniel Heber war zur Stelle und klärte zur Ecke (39.).

Magdeburgs Latte zittert nach Neumann-Strahl

Wie schon in Hälfte eins gehörte der Start nach dem Wiederbeginn erneut den Hannoveranern. Die Niedersachsen kamen hellwach aus der Kabine, pressten und stressten Magdeburg effektiv. Rechstaußen Monju Momuluh bediente Enzo Leopold mit einer flachen Rückgabe in den Strafraum, letzterer zog direkt ab. Der Schlenzer ging drüber (52.).

Eine weitere gute Möglichkeit der Gastgeber wenig später: Harvard Nielsen setzte per Hacke den mitgelaufenen Innenverteidiger Neumann stark in Szene, Neumann schloss mit seinem schwächeren linken Fuß stramm ab - und der Ball klatschte an das Kreuzeck (63.). "Uns hat das Glück gefehlt, den Ball über die Linie zu bringen", haderte Trainer André Breitenreiter.

Magdeburgs Kaars von Hannover abgemeldet

Unterdessen hatten sich aber auch die Gäste berappelt und einen Offensivakzent gesetzt. Atik fand Livan Burcu im Sechzehner, der 96-Torwart Ron-Robert Zieler mit seinem Abschluss bezwang, nicht aber Knight auf der Linie (53.).

Die Schlussphase war intensiv, mit vielen schnellen Ballbesitzwechseln und einigen Halbchancen. In der 88. Minute nahm FCM-Trainer Christian Titz schließlich seinen Top-Stürmer Martijan Kaars (16 Tore) vom Feld. Kaars war von Hannovers Verteidigern abgemeldet worden und hatte nur 22 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen.

Sehr zur Freude von Breitenreiter: "Wir haben heute über 90 Minuten so gut wie gar nichts zugelassen." Titz brachte Alexander Ahl Holmström in der Hoffnung auf einen "Lucky Punch". Dieser blieb auf beiden Seiten aber aus.

Hannover in Karlsruhe, Magdeburg gegen Lautern

Für Hannover geht es am nächsten Spieltag nach Karlsruhe (04.04., 18.30 Uhr). Magdeburg empfängt den 1. FC Kaiserslautern (06.04., 13.30 Uhr).