Kampf um den Ball in Freiburg

Freiburg erneut ohne Gegentreffer Viel Kampf und keine Tore - Freiburg und Leipzig teilen die Punkte

Stand: 10.03.2025 00:00 Uhr

Im sechsten Bundesligaspiel in Serie bleibt Freiburg ohne Gegentor. Sowohl Leipzig als auch die Breisgauer hatten aber auch kaum Chancen.

Durch das 0:0 am 25. Spieltag bleiben die Breisgauer eben auch sechs Spiele in Serie ungeschlagen und als Fünfter voll auf Europapokal-Kurs. RB hat darauf ebenfalls noch alle Chancen, blieb aber im vierten Ligaspiel nacheinander ohne Sieg.

Der Druck auf Trainer Marco Rose dürfte dadurch zumindest nicht kleiner werden, Sportchef Marcel Schäfer garantierte nach dem Spiel allerdings, dass Rose auch im kommenden Heimspiel Leipzigs Trainer sein werde.

Kaum Torchancen in Halbzeit eins - Freiburgs Atubolu mit Rekord

In einer eher verhaltenen Anfangsphase beider Teams war ein deutlich zu zentraler Kopfball von einem deutlich zu frei stehenden Lucas Höler nach einer knappen Viertelstunde die erste richtige Torannäherung, Leipzigs Keeper Peter Gulacsi hatte aber kein Problem mit diesem Ball. In der 20. Minute verzog Openda auf der anderen Seite links im Strafraum nach schönem Pass von Xavi Simons ein gutes Stück.

RB versuchte es in der Folge immer mal wieder über Flanken aus dem Halbfeld, die aber fast alle bei Noah Atubolu landeten, der Mitte der ersten Halbzeit den Freiburger Vereinsrekord an Minuten ohne Gegentor vom bisherigen Rekordhalter Richard Golz (510) übernahm.

Freiburg spielte defensiv extrem stabil

Das zuletzt auch schon defensiv extrem stabile Freiburg verteidigte die Leipziger Bemühungen weg und lauerte auf die wenigen Umschaltmomente, die die Mannschaft von Julian Schuster aber kaum einmal wirklich konstruktiv ausspielen konnte, weil auch RB nicht das ganz große Risiko ging und immer genügend Leute hinter dem Ball hatte. Dementsprechend ging eine sehr ereignisarme erste Hälfte auch mit 0:0 zu Ende.

"Wir hatten uns mit Ball schon ein bisschen mehr erhofft, aber wir haben wenig zugelassen", analysierte Freiburgs Matthias Ginter dementsprechend auch nach der Begegnung.

Leipzigs Gulacsi entschärft Hölers Kopfball

In Durchgang zwei brachte Julian Schuster seinen Topscorer Vincenzo Grifo und RB Leipzig zu Beginn etwas mehr Elan und Esprit auf den Platz. Nach schöner Kombination verzog Lutsharel Geertruida rechts im Strafraum ähnlich wie Openda in der ersten Halbzeit aus zumindest etwas anspruchsvollem Winkel (53.).

Zehn Minuten später hatten dann aber die Gastgeber die bisher beste Chance des Spiels: Nach einer Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld köpfte Höler den Ball in Richtung Torwinkel, doch Gulacsi war mit einer herausragenden Flugparade zur Stelle.

Rose feuerte seine Mannschaft an der Seitenlinie immer wieder an und feierte gute Zweikämpfe gestenreich - intensiv war die Partie auch durchaus, aber eben fast nur zwischen den Strafräumen. In der 71. Minute zog Geertruida nach einem Ballgewinn aus 18 Metern ab, der stramme Schuss flog zu Roses Unmut aber einen halben Meter rechts oben über die Querlatte.

Leipzig hadert, Freiburg nicht ganz zufrieden

Das ganz große Risiko gingen beide Teams am Ende nicht mehr, auch wenn Leipzig in der Nachspielzeit zumindest noch einmal eine Chance bekam, doch Atubolu griff beherzt ein, lenkte die Kugel gegen Lukebas langes Bein ins Toraus und hielt somit seine Serie aufrecht.

Nach Abpfiff waren in den Gesichtern beider Mannschaften die unterschiedlichen Gemütslagen klar abzulesen: RB haderte, Freiburg wirkte zumindest nicht unzufrieden. Leipzigs David Raum meinte nach der Partie dementsprechend auch: "Wir hatten einen guten Matchplan, belohnen uns aber einfach nur nicht und dann spielst du hier 0:0 obwohl du defensiv wirklich alles reinwirfst und wenig zulässt."

Auch Rose wollte nicht nur die negative Seite des Spiels sehen und nannte die eigene Leistung einen "kleinen Schritt".

Sportschau Bundesliga Highlights, 08.03.2025 20:23 Uhr

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