
buten un binnen Werder-Trainer Ole Werner lobt Burke und kritisiert Alvero
Ole Werner fiebert auf das Topspiel gegen Eintracht Frankfurt hin (Samstag, 18:30 Uhr). Weniger Freude herrscht bei Skelly Alvero. Er wird die Partie leistungsbedingt verpassen.
Der lang ersehnte Dreier gegen Holstein Kiel hat den Werder-Spielern neues Selbstvertrauen gegeben. "Wir hatten eine gute Trainingswoche", freut sich Ole Werner am Donnerstag.
Grund zum Optimismus gibt es durchaus. Denn gegen den Champions-League-Aspiranten aus Frankfurt stehen Stürmer Marvin Ducksch und Verteidiger Amos Pieper zur Verfügung, wie Werner verrät: "Beide haben fast die komplette Trainingswoche absolviert und sind insofern auch Kandidaten für die Startelfeinsatz." Unsicherheit besteht hingegen bei den Defensivspielern Milos Veljkovic und Anthony Jung.
Bei Milos ist es die Wade und bei Tony sind es die Adduktoren. Bei Tony sind wir optimistischer als bei Milos, dass er am Samstag zur Verfügung stehen kann.
(Ole Werner über Milos Veljokovic und Anthony Jung)
Am Samstag wolle die Mannschaft nun den nächsten Schritt Richtung 40-Punkte-Marke machen, wenngleich die Eintracht ein "anderes Kaliber" darstelle als der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein.
Sorgenkind Skelly Alvero

Werders Skelly Alvero beim Spiel in München gegen den FC Bayern.
Wer beim Flutlichtspiel im Weser-Stadion höchstwahrscheinlich wieder nicht zum Kader gehören wird, ist Mittelfeld-Hüne Skelly Alvero. Der 22-jährige Franzose, der für knapp fünf Millionen Euro von Lyon nach Bremen gewechselt war, durfte in den vergangenen zwei Partien nicht einmal auf der Bank Platz nehmen. Seinen bisher letzten Einsatz hatte er Anfang Februar in München.
Coach Werner erklärt dies so: "Es ist so, dass andere es besser machen als er. Im Training, aber auch in den Einsätzen." Aktuell glaubt das Trainerteam nicht, dass Alvero der Mannschaft als Start- oder Einwechselspieler helfen kann.
Konkret geht es Werner bei Alvero "um die Klarheit in seinem Spiel. Im Ballbesitz die Fehlerquote zu minimieren. Dass man einfach spielt, Bälle schnell weiterpasst, ohne dass man das Besondere versucht. Das ist bei ihm der erste Anhaltspunkt, um seine Situation verbessern zu können und sich an anderen Spielern vorbeizuschieben."
Oliver Burke als Vorbild für Skelly Alvero
Ein hoffnungsloser Fall ist Alvero aber keineswegs. Angreifer Oliver Burke zum Beispiel wurde von Werder in den vergangenen drei Jahren zweimal an den FC Millwall und an Birmingham City verliehen. Vor dieser Saison sollte er eigentlich verkauft werden. Aktuell ist der Stürmer aber sogar Stammkraft – noch vor dem ehemaligen Frankfurter André Silva.
"Er ist sehr präsent. Hat seine Körperlichkeit, die er einbringt. Und seine Geschwindigkeit", sagt Werner über den schnellen Schotten: "Er hat sich im Defensivverhalten verbessert. Das ist der Unterschied zu weiten Teilen seiner ersten beiden Auftritte hier."
Wir haben sechs Stürmer, die alle den Anspruch haben, von Beginn an zu spielen. Allen wird man nie gerecht werden können. Aber Burke ist aktuell sehr gut drauf, in guter Verfassung. Dem muss man auch Rechnung tragen.
(Ole Werner über Stürmer Oliver Burke)
Eine solche Entwicklung ist auch bei Alvero denkbar. Werners Weg dorthin: "Dem Spieler erklären, warum man wie entscheidet. Dinge aufzeigen, die er verbessern muss, um seine Situation verändern zu können." Es sei wichtig, den Kaderspielern Perspektiven aufzuzeigen: "Manchmal spricht man mehr mit den Jungs, die hinten dran sind, als mit denen, die von Beginn an spielen."
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Bremen Eins, Rundschau, 3. April 2025, 17 Uhr