Jannis Lang SV Babelsberg, 3, am Ball gegen Johann Martynets VFC Plauen.

Fußball | Regionalliga Schlusslicht VFC Plauen holt glückliches Remis

Stand: 02.04.2025 21:06 Uhr

Der erste Punkt unter Sedat Gören, aber im Kampf gegen den Abstieg ist dieses Remis gegen den SV Babelsberg zu wenig. Nach einer guten ersten Halbzeit der Vogtländer spielte nach dem Wechsel nur noch der Gast.

Der VFC Plauen hat den lang ersehnten ersten Sieg in der Regionalliga seit Ende Oktober 2024 verpasst. Gegen den SV Babelsberg hieß es nach umkämpften 90 Minuten 0:0. Dabei zeigten sich Vogtländer in der ersten Halbzeit eine ansprechende Leistung, hatten da auch zwei gute Chancen. Nach der Pause war es dann eine reine Abwehrschlacht des VFC.

Sedat Gören, Trainer VFC Plauen, links mit Felix Brand, Co-Trainer VFC Plauen.

Sedat Gören mit seinem neuen Co-Trainer Felix Brand

Eins hatten beide Teams gemeinsam: Sie enttäuschten am vergangenen Wochenende. Der SV Babelsberg verlor beim FC Eilenburg und der VFC Plauen gab die Punkte gegen Hertha Zehlendorf her. Und so wechselten beide Trainer ordentlich durch, jeweils vier Spieler standen im Vergleich zum letzten Spiel neu in der Startformation.

Plauen tauscht komplettes Trainerteam aus

Beim Schlusslicht der Regionalliga Nordost wurde in den letzten Tagen noch einmal ordentlich am Personalkarussell gedreht. Was nicht jedem Fan gefiel, denn mit den Co-Trainern Patrick Grandner und Kevin Brettfeld sowie Torwarttrainer Oliver Dix entledigte man sich eines Trio. Begründet wurden die Schritte mit einer Neuausrichtung.

Dass man dafür Leute mit Stallgeruch vom Hof schickt, erscheint zumindest fragwürdig. Grandner hatte sieben Jahre beim VFC gekickt, ist seit 2016 im Verein. Brettfeld war bis 2023 vier Jahre Nachwuchstrainer und seit letztem Sommer Co-Trainer bei den Vogtländern. Dix ist seit 2022 bei den Plauenern. Als neuer Co-Trainer wurde am Dienstag offiziell Felix Brand vorgestellt. Der 24-Jährige spielte bis Dezember in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und stand zuvor beim FSV Zwickau unter Vertrag.

Patrick Grandner, Co-Trainer VFC Plauen

Patrick Grandner bestritt über 150 Spiele für den VFC und war seit 2016 im Verein.

Führungschance durch Riedl

Man spürte, der VFC wollte diese wohl allerletzte Chance nutzen, vielleicht doch noch den letzten Platz zu verlassen. Der Kampf stimmte, spielerisch gelang wenig. Doch auch Babelsberg brachte wenig Erwärmendes zustande, auch wenn der Ball dort in den ersten 20 Minuten etwas besser lief. Nach einer halben Stunde erpielten sich dann die Vogtländer erste Chancen.

Zunächst musste sich SVB-Keeper Yannic Stein bei einer Eingabe von Paul Kämpfer strecken, um den Ball über die Latte zu lenken. Dann hatte Fabio Riedl in der 43. Minute die große Möglichkeit zur Führung, scheiterte aber aus 14 Metern an Stein. Und fast mit dem Pausenpfiff musste Stein erneut bei einem Schuss von Riedl klären. Auf der anderen Seite hatte Jakob Pieles nur bei einem Schuss von Tim Maciejewski eingreifen müssen.

Darijan Silic SV Babelsberg, 2, in rot gegen Kyriakos Andreopoulos VFC Plauen.

Babelsbergs Darijan Silic im Duell gegen Kyriakos Andreopoulos vom VFC Plauen.

Plauen rettet Punkt mit Latte und Glück

Die Gäste kamen deutlich zielstrebiger aus der Kabine – und in der 48. Minute zur ersten dicken Chance. Tim Maciejewski traf aus 15 Metern aber nur die Lattenoberkante. Plauen kam nun zeitweise nicht mehr aus der eigenen Hälfte und hatte Glück, dass die Babelsberger schludrig mit seinen Räumen umging. Nach einer Stunde bekam auch Daniel Frahn seinen Moment, sein Tor wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen.

Und weiter ging es in Richtung des Plauener Tores. Jannis Lang stand in der 64. Minute blank, scheiterte am guten Keeper Pieles. Und dann hätte der Babelsberger Keeper die Gastgeber in der 86. Minute beinahe beschenkt, als er über den Ball trat, der eingewechselte Kingsley Akindele die Chance aber nicht nutzen konnte. So blieb es beim torlosen Remis.

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