
Eishockey | DEL2 Ex-Eislöwen-Trainer Jiri Kochta gestorben
Die Eishockey-Welt trauert um Jiri Kochta. Der frühere Top-Spieler, der in Deutschland auch als Trainer erfolgreich war, starb am Donnerstag. Seine letzte Trainerstation war Dresden.
Die Dresdner Eislöwen spielen gerade um den Einzug ins Finale der DEL2. Die Vorfreude auf die restlichen Playoffs (nach zwei Spielen steht es 1:1) wich kurz vor dem dritten Spiel der Trauer. Der frühere Trainer der Eislöwen Jiri Kochta ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Das teilte sein langjähriger Klub Sparta Prag mit.

Trainer Jiri Kochta (hi.re.) während eines Spiels der Dresdner Eislöwen.
In Dresden ein Denkmal gesetzt
Kochta war als Spieler mit Tschechien Eishockey-Weltmeister und vor allem als Trainer auch in Deutschland erfolgreich. Der Stürmer wurde mit der Tschechoslowakei nicht nur 1972 Weltmeister, sondern holte auch bei den Olympischen Spielen 1968 und 1972 Silber und Bronze. 1979 kam er nach Deutschland und spielte beim EV Landshut gemeinsam mit der Eishockeylegende Erich Kühnhackl.
In München begann Kochta seine Trainerkarriere, den EC Hedos führte er 1988 in die Bundesliga. In der ersten Liga trainierte er auch den Mannheimer ERC, die Füchse Sachsen und die Revier Löwen Oberhausen. Auch in Weißwasser war er aktiv. Seine letzte Station waren die Dresdner Eislöwen, die er Mitte der Saison 2002/03 übernahm und 2005 in die zweite Liga führte. Wie in diesem Jahr drangen die Eislöwen bis ins Halbfinale vor. Damit baute sich Kochta ein Denkmal in der sächsischen Landeshauptstadt. Als der Erfolg im kommenden Jahr ausblieb, trat er nach einer Niederlagenserie Anfang 2007 zurück.

Marketa Kochta bei den Australian Open 1997.
Kochtas Töchter erfolgreiche Tennisspielerinnen
Am Donnerstag verlor Kochta seinen langen Kampf gegen den Krebs. Er hinterlässt unter anderen seine zwei Töchter Renata und Marketa, die in den 1990er Jahren als Tennisprofis auf der WTA-Tour unterwegs waren. Marketa stieß zwischenzeitlich bis auf Rang 45 der Weltrangliste vor.
SpiO/sid