Adrian Alipour, Trainer

Fußball | Regionalliga Adrian Alipour neuer Trainer bei der BSG Chemie Leipzig

Stand: 26.02.2025 15:38 Uhr

Etwas mehr als zwei Monate nach dem Aus des langjährigen Trainers Miroslav Jagatic hat Fußball-Regionalligist BSG Chemie Leipzig einen neuen Coach: Der heißt Adrian Alipour. Im Nordosten ist es seine erste Station, in der Regionalliga nicht.

Fußball-Regionalligist BSG Chemie Leipzig hat einen Nachfolger für Miroslav Jagatic auf der Trainerbank gefunden. Adrian Alipour wird neuer Coach in Leutzsch. Der 46-jährige tritt seinen Posten ab 1. April 2025 an und unterschreibt einen Vertrag bis 2027. Bis Ende März bleibt David Bergner Interimstrainer der Leutzscher. Der Am Mittwoch (26. Februar) wurde Alipour von den Grün-Weißen vorgestellt.

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Bergner: "Wunschlösung"

Für BSG-Sportdirektor und Interimstrainer Bergner ist Alipour "eine absolute Wunschlösung. Er hat viele Vereine wie unseren trainiert. Er hat viele Spieler entwickelt", sagte Bergner auf der Pressekonferenz. Zu den Zielen der Verpflichtung sagte Bergner: "Wir erhoffen uns eine Kehrtwende." Laut Uwe Thomas habe sich die Sportliche Leitung der BSG bereits am 27. Dezember 2024 erstmals mit Alipour getroffen. "Er wusste da schon über jeden Spieler Bescheid, über Stärken und Schwächen."

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Alipour: "Am liebsten zu Fuß hergekommen"

Alipour, der zuletzt bis August bei Nord-Regionalligist SV Meppen unter Vertrag war, sagte, er sei "sofort Feuer und Flamme gewesen", als er Videos von Chemie Leipzig und seinen Fans gesehen habe: "Ich wäre am liebsten sofort zu Fuß hergekommen", so der Coach. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir hier viel schaffen können. Mit den Fans im Rücken ist sowieso alles möglich", so der Trainer. Seinen Start erst zum 1. April begründete der neue Coach damit, dass er seinen noch gültigen Vertrag erst zu Ende März in Meppen auflösen könne.

Als Ziel formulierter Alipour, es gehe darum, "dass man den Tabellenplatz einzementiert. Es geht darum, dass Mannschaften, die hinter uns stehen, uns nicht überholen." Er sei überzeugt, dass das auch gelingen könne: "Die Mannschaft ist gespickt mit erfahrenen Spielern die Aufstiegskampf hinter sich haben, die Abstiegskampf hinter sich haben. Es geht jetzt darum, dass man die Qualität bündelt."

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Alipour in drei Regionalligen aktiv

Der gebürtige Dortmunder bringt viel Regionalliga-Erfahrung mit. Bis August 2024 arbeitete er beim SV Meppen in der Nord-Staffel, zuvor bei den Südwestklubs Rot-Weiß Koblenz und dem TSV Steinbach-Haiger. 2018/19 trainierte er den Wuppertaler SV in der Regionalliga West.

Zweiter mit Meppen und Steinbach

Seine längste Zeit verbrachte Alipour im hessischen Steinbach. Dort stand er von 2019 bis 2021 insgesamt 92 Mal an der Linie und kam auf einen Punkteschnitt von 1,91. 2020 gewann er mit dem Klub den Hessenpokal und verpasste als Zweiter den Aufstieg nur knapp. Auch mit dem SV Meppen wurde er 2024 Zweiter und gewann dort ebenfalls den Landespokal. Ein mäßiger Saisonstart wurde ihm schnell zum Verhängnis – und nahm ihm auch das DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV.

Chemie Leipzig stellt Trainer Jagatic frei

Alipour folgt auf Jagatic, der als zuletzt dienstältester Trainer der Regionalliga Nordost fast genau sechs Jahre lang bei den Grün-Weißen an der Linie stand und kurz vor Weihnachten entlassen wurde. Anschließend fungierte David Bergner aus der Sportlichen Leitung als Interimstrainer. Chemie hat zuletzt fünf Niederlagen in Serie angehäuft und steht mit 19 Punkten aus 20 Spielen und der schlechtesten Tordifferenz der gesamten Konkurrenz (-21/16:37) aktuell nur auf Rang 14.

cke/dh/SpiO