
Fußball | 2. Bundesliga 1. FC Magdeburg erarbeitet sich in Hannover einen Punkt
Der 1. FC Magdeburg hat im Auswärtsspiel bei Angstgegner Hannover 96 einen Punkt geholt. Zwei aufopferungsvoll arbeitende Defensivreihen ließen wenig zu und sorgten für ein sehr taktisch geprägtes Duell. Während 96 die Latte traf, ließen die Magdeburger zu oft den entscheidenden Pass vermissen.
Der 1. FC Magdeburg ist auch im dritten Spiel in Folge sieglos geblieben. In einer sehr taktisch geprägten Partie bei Hannover 96 kamen beide Aufstiegsaspiranten nicht über ein 0:0 hinaus. Für Magdeburg ist es das erste Auswärtsspiel ohne eigenen Torerfolg in dieser Saison.
Im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV tauschte Trainer Christian Titz doppelt und brachte Philipp Hercher auf der rechten Schiene für Samuel Loric, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Nach seiner Gelbsperre rückte zudem Daniel Heber wieder in die Startelf.
Hercher rettet früh auf der Linie
Im Duell der Tabellennachbarn (Platz sechs gegen Platz fünf) begann Hannover druckvoll und hatte nach fünf Minuten bereits die Riesenchance zur Führung. Eine Ecke von Brooklyn Ezeh flog über Dominik Reimann hinweg auf die Innenseite von Phil Neumann, dessen Schuss Philipp Hercher auf der Linie gerade noch klären konnte.
96 blieb in der Folge das aktivere Team, wurde aber weiterhin nur nach Ecken gefährlich. In einen Kopfball von Nielsen warfen sich gleich zwei Magdeburger, ehe erneut Hercher den ersten Nachschuss von Andreas Voglsammer blockte und Nielsen den Ball dann über das Tor schoss (20.).
Magdeburg brauchte ein wenig, um ins Spiel zu kommen und konnte die Fehlpässe der Gastgeber im Aufbauspiel nur bedingt nutzen. Immer wieder kombinierten sich Baris Atik und Alexander Nollenberger vor allem über den linken Flügel frei, ließen jedoch den letzten, entscheidenden Pass vermissen. Gefahr entstand somit eher aus der Entfernung: Atik fand mit seinem Schlenzer aber nur den Weg knapp neben das Tor (23.), Burcu mit seinem Volley lediglich die Fäuste von Ron-Robert Zieler (30.). Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte dann zwar dem FCM. Trotz einiger Strafraumsituationen entstand jedoch keine Gefahr, sodass es mit 0:0 in die Kabinen ging.
Starke Defensiven dominieren
Wie in der ersten Hälfte starteten die Hannoveraner gefährlich und zeigten sich gleich vor dem FCM-Tor. Sei Muroya fand mit seiner Hereingabe Enzo Leopold im Zentrum, dessen Schuss jedoch über das Tor flog.

Brooklyn Ezeh und Silas Gnaka
Magdeburg versuchte in der Folge immer wieder die dribbelstarken Atik und Burcu in Szene zu setzen, die sich nach 56 Minuten mit einem sehenswerten Doppelpass in den Strafraum kombinierten. Fünf Meter vor dem Tor entschied sich Burcu dann jedoch nicht für den Abschluss, sondern den Querpass, den ein Hannoveraner klären konnte.
Kurz darauf sorgte ein Geistesblitz von Nielsen für die größte Chance der Partie. Mit der Hacke legte der Norweger den Ball sehenswert in den Strafraum zu 96-Verteidiger Neumann, der aus zehn Metern die Latte traf (64.).
In der Folge neutralisierten sich beide Teams zunehmend und kamen nur selten vor das gegnerische Tor. Beide Defensiven verteidigten weiter konzentriert und ließen wenig zu. Weil die Flanke von Nollenberger nach tollem Dribbling im Zentrum keinen Abnehmer fand (84.) und Enzo Leopold den Freistoß aus 20 Metern in die Mauer setzte blieb es schließlich beim 0:0, das sich beide Defensivreihen verdient hatten.
Paul Kamm