
Nordische Ski-WM DSV-Quartett um Geiger und Armbruster erkämpft Silber
Nächste Medaille für das DSV-Team. Das Quartett um Natalie Armbruster und Vinzenz Geiger feiert im Mixed-Team WM-Silber. Gold ging an Norwegen.
Bei strömendem Regen fiel bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim die Entscheidung um die Medaillen im Mixed-Team-Wettbewerb der Kombinierer. Das DSV-Quartett mit Vizenz Geiger, Julian Schmid, Natalie Armbruster und Jenny Nowak erkämpfte sich mit einem starken Wettkampf Silber hinter den überragenden Norwegern.
Die Titelverteidiger Jarl Magnus Riiber, Jens Luraas Oftebro, Gyda Westvold Hansen und Ida Maria Hagen waren auch 2025 nicht zu schlagen. Für Topstar Riiber war es das neunte WM-Gold seiner in Kürze endenden Karriere. Bronze schnappte sich noch Österreich.
"Wir freuen uns riesig, riesig, riesig", jubelte Nathalie Armbruster. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag", strahlte Schlussläufer Vinzenz Geiger. Und ergänzte: "Die Norweger waren heute nicht zu schlagen, das muss man so zugeben." Auch Männer-Bundestrainer Erik Frenzel zeigte sich sichtlich zufrieden: "Wir sind sehr glücklich", so Frenzel. Natürlich "hätten wir um Gold mitkämpfen wollen aber Norwegen war zu stark".
Zehn Teams kämpfen um die Medaillen
Bei der Nordischen Ski-WM kämpften zehn Nationen um die Medaillen im Mixed-Team-Wettbewerb. Nach dem Springen führte das Quartett aus Norwegen die Konkurrenz an. Das Team um die Stars Gyda Westvold Hansen und Jarl Magnus Riiber, der die Tagesbestweite sprang, ging mit 14 Sekunden Vorsprung auf Japan mit Massenstart-Weltmeisterin Yuna Kasai in die abschließende Langlauf-Staffel.
Das DSV-Team um Vinzenz Geiger und Natalie Armbruster wies vor dem Start in die Loipe 28 Sekunden Rückstand auf die Lokalmatadoren auf. "Ich glaube, da ist noch ein bisschen was drin", so die 19-jährige Triple-Siegerin von Seefeld. Armbruster war überzeugt: "Wir werden heute um die Medaillen mitkämpfen."
DSV-Team bringt sich in Position
Für den DSV hatten Jenny Nowak (94,5m/61 Pkt.), Vinzenz Geiger, Julian Schmid und Natalie Armbruster (93,5/59 Pkt.) auf der Schanze die Basis gelegt. Seefeld-Triple-Sieger Geiger konnte die guten Bedingungen perfekt nutzen und flog mit 102,5 Metern satte 77 Punkte im Kampf um die Podestplätze ein. Schmid konnte nachlegen. Ihm gelang ein Satz auf 103,5 Metern. Das brachte noch einmal 79 Punkte aufs Konto.
Deutsche Aufholjagd
Die Entscheidung fiel im abschließenden Renne über 2x5 und 2x2,5 Kilometer. Julian Schmid ging hinter Norwegen und Japan als erster DSV-Starter auf die Strecke. Mit Jens Luraas Oftebro musste er zu einem der stärksten Läufern im Feld aufholen. Zum Japaner Akito Watabe konnte Schmid souverän aufschließen und auch vorbeiziehen. Der Abstand zum Norweger wuchs dagegen an. Beim Wechsel auf Jenny Nowak standen 43,1 Sekunden auf der Anzeige. Die 22-Jährige versuchte Gyda Westvold Hansen nicht davonziehen zu lassen.
Allerdings schickte sie Natalie Armbruster mit einem Rückstand von 1:03,2 Minuten auf die Strecke. Norwegen enteilte weiter mit Ida Marie Hagen, jetzt galt es Silber vor der heraneilenden Japanerin Haruka Kasia zu sichern. Als Schlussläufer ging Vinzenz Geiger ins Rennen, der versuchte die Lücke zu Jarl Magnus Riiber schmelzen zu lassen. Gold war nicht mehr zu holen. Aber Silber wurde mit einem Rückstand von 1.16.8 Minuten sicher ins Ziel gebracht. Im Kampf um Bronze zog Österreichs Johannes Lamparter auf der Schlussrunde noch an Japan vorbei.