
Fußball | Regionalliga FSV Zwickau gewinnt Klasse-Spiel gegen FC Rot-Weiß Erfurt
Toller Fußballabend in Zwickau: Der FSV holt gegen Rot-Weiß Erfurt zweimal einen Rückstand auf und sichert sich am Ende einen verdienten Dreier. Und das entscheidende Tor markierte wieder einmal Marc-Philipp Zimmermann.
Der FSV Zwickau hat das Spitzenspiel der Regionalliga Nordost gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit 3:2 gewonnen und klettert damit auf den dritten Tabellenplatz. Die mitreißende Partie bot den knapp 6.000 Zuschauern alles, was Fußball so schön macht. Die Gäste führten zweimal, die Westsachsen glichen jeweils aus und hatten am Ende dank einer famosen zweiten Halbzeit den Sieg auch verdient.
Auf zwei Positionen musste Zwickaus Coach Rico Schmitt wechseln. Für den gesperrten Kilian Senkbeil und den angeschlagenen Lucas Albert rückten Jonas Dittrich und Lukas Eixpler in die Startelf. Bei den Gästen aus Erfurt, wo Cheftrainer Fabian Gerber krankheitsbedingt fehlte, ersetzte Gaoussou Dabo den verletzten Maxime Awoudja.

Ex-RWE-Spieler Andrej Startsev (re.) im Kampf um den Ball.
Ugondu sorgt für Erfurter Knallerstart
Und diese Partie brauchte keine Anlaufzeit. Es waren kaum zwölf Sekunden abgelaufen, da lag der Ball schon im Zwickauer Tor. Sonny Zimer verdaddelte den Ball an Obed Ugondu, der stiefelte Richtung FSV-Tor und netzte aus acht Metern flach ein. Zwickau musste sich etwas schütteln, war dann aber auch in der sehr flotten Startviertelstunde voll im Spiel. Nach acht Minuten erreichte eine der vielen Eingaben von rechts am langen Pfosten Marc-Philipp Zimmermann, der aber das Spielgerät nicht am herauslaufenden Keeper Lorenz Otto vorbeibrachte. Es sollte die einzige größere Chance der Gastgeber im ersten Durchgang bleiben. Meist haperte es bei Zwickau am letzten, meist ungenauen Pass. Erfurt war da insgesamt präsenter, zweikampfstärker und vor dem Tor gefährlicher. Bei einem Kopfball von Robin Fabinski musste sich Zwickaus Keeper Lucas Hiemann strecken, beim Knapper von Ugondu aus 20 Metern kurz vor der Pause half ihm auch die Querlatte.

Obed Ugondu (Erfurt) jubelt über das frühe Tor zum 0:1 .
Zwickau rennt an und dreht das Spiel
Wenn die erste Halbzeit schon gut war, toppte die zweite noch einmal alles. Bereits in der 46. Minute glich Lukas Eixler für die nun wie entfesselt aufspielenden Gastgeber aus. Die Westsachsen entwickelten nun Dauerdruck, das zweite Tor schien nur eine Frage der Zeit. RWE-Keeper Otto glänzte bei einem Kopfball von Ziemer mit Wahnsinnsreflex. Ein Aufsetzer von Mike Könnecke strich knapp vorbei.

Maximilian Somnitz (8, Zwickau) trifft zum 2:2 Ausgleich und jubelt mit den Teamkollegen.
Doch in der 56. Minute führte Erfurt nach einer Ecke plötzlich wieder. Dabo bugsierte den Ball sehenswert ins rechte Eck zum 1:2. Doch Zwickau wirkte nicht geschockt, lief weiter an und hatte nur sechs Minuten später Erfolg. Nach einer scharfen Flanke von halblinks köpfte Maximilian Somnitz sehenswert ins rechte Eck zum 2:2. Und irgendwie hatte man das Gefühl, dass das noch nicht alles war. 69. Minute: Zimmermann bekam unfreiwillig von Erfurts Robin Fabinski den Ball vor die Füße und netzte aus acht Metern flach ein. Zwickau führte und Erfurt kam noch einmal. Doch die Versuche von Ben-Luca Moritz und Till Linus Schwarz gingen vorbei.