
Fußball | Regionalliga FC Carl Zeiss Jena bittet Halleschen FC zum brisanten Saaleduell
Für den Halleschen FC geht es noch um wichtige Punkte im Kampf um den Staffelsieg, für Carl Zeiss Jena darum, mit Blick auf das anschließende Thüringenderby wieder in Schwung zu kommen. Dazu verbindet beide Fanlager eine innige Rivalität. Die richtigen Zutaten für den Regionalliga-Knaller am Freitagabend.
Das Duell zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem Halleschen FC wird eine heiße Kiste. Nicht nur, weil sich die beiden Fanlager in inniger Abneigung verbunden fühlen. Für die Gäste aus Halle gibt es immer noch etwas zu gewinnen, auch wenn der Tabellenzweite weiterhin sieben Punkte hinter Spitzenreiter Lok Leipzig liegt.
Aber auch der FCC wird bemüht sein, am Freitagabend (20:15 Uhr live bei SPORT IM OSTEN im MDR FERNSEHEN & Stream) Teile der Fans wieder auf seine Seite zu ziehen. Denn nach dem 2:4 bei Viktoria Berlin, die letzten beiden Tore kassierte man dabei in Überzahl, ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Und nun stehen die beiden Knaller gegen Halle und dann beim FC Rot-Weiß Erfurt an.
Ärger um limitierte Gästetickets
Insgesamt wird mit über 9.000 Zuschauern in Jena gerechnet, die 1.050 Stehplatztickets für den HFC werden vergriffen sein. Der Sitzplatzblock bleibt geschlossen. Jena begründete dies mit behördlichen Vorgaben in Verbindung mit den Risikospielen in dieser Saison. Die Bemühungen des HFC verliefen ins Leere. "Der Rahmen wird groß sein. Zum ersten Mal wird auswärts die Stimmung gegen uns sein. Das wird eine andere Atmosphäre als bei den befreundeten Vereinen Lok oder Erfurt", weiß HFC-Coach Mark Zimmermann.

Auf HFC-Offensivmann Fabrice Hartmann (li.) müssen Nils Butzen (re.) und Co. am Freitag besonders aufpassen.
HFC auch dank Hartmann im Aufwind
Der Hallesche FC kommt mit Rückenwind nach Jena. Am vergangenen Wochenende feierte das Zimmermann-Team einen 2:0-Heimsieg gegen den FSV Zwickau. Gewinner des Tages war Doppeltorschütze Fabrice Hartmann. Der 24-Jährige, einst ausgebildet bei RB Leipzig, kommt immer besser auf Touren, hat mittlerweile sieben Treffer erzielt. "Er ist momentan in bestechender Form, strahlt viel Torgefahr aus", lobte Coach Zimmermann seinen Offensivmann. Der Gelobte will mit seinen Toren dazu beitragen, dass möglichst die letzten sieben Spiele gewonnen werden. Denn mit mindestens einem Auge schielt man natürlich noch zu Spitzenreiter Lok und will bei einer Schwächephase der Leipziger parat stehen.
Und obwohl der FC Carl Zeiss Jena in den letzten Wochen keine gute Figur abgegeben hat, wissen auch die HFC-Spieler um die Qualitäten der Thüringer. "Das wird sehr gefährlich, die haben die beste Offensive der Liga", weiß Niklas Landgraf. Der Routinier lobt auch die Offensivreihe des FCC, mit viel Torgefahr und Geschwindigkeit. Das Ziel bleibt aber ein Sieg, dafür müsse man aber auch die entsprechende Leistung bringen.
Jena braucht stabile Defensive
Der FC Carl Zeiss Jena kann sich vor der großen Kulisse ein wenig den Frust von der Seele schießen. Coach Volkan Uluc sieht den HFC mit Blick auf die Tabellenspitze unter Zugzwang. Man wolle Halle ärgern, die Punkte in Jena behalten. Dafür allerdings müsse die Defensive einen deutlich stabileren Eindruck hinterlassen als zuletzt. Das weiß auch der Coach. "Ich hoffe, dass wir die Fehler aus Berlin abstellen können. Wir dürfen nicht viele Chancen zulassen."
Löder freut sich - Hoppe fällt länger aus
Druck hat der FCC ob der schwachen letzten Ergebnisse ebenfalls. Dennoch überwiegt die Vorfreude, auch bei Stürmer Elias Löder, der ja einst auch für den HFC Tore geschossen hatte. "Wir werden uns nicht verstecken, wir haben etwas gutzumachen", verspricht der Offensivmann. Es sei für ihn das erste richtig große Heimspiel seit seiner schweren Verletzung. Fehlen wird Linksverteidiger Marcel Hoppe, der sich einen Muskelbündelriss zugezogen hat und wohl sechs bis acht Wochen ausfallen wird.
rei