Die VAR-Räumlichkeiten im Kölner Keller

DFB holt Video-Schiedsrichter zu sich DFB holt VAR zu sich: Der "Kölner Keller" zieht nach Frankfurt

Stand: 26.02.2025 12:28 Uhr

Der berühmtberüchtigte Kölner Keller steht vor dem Aus. Die Video-Schiedsrichter kommen schon bald auf dem DFB-Campus unter, in Frankfurt soll es mehr Platz und mehr Einblicke geben.

Die Begrifflichkeit "Kölner Keller" gehört seit ein paar Jahren genauso zum modernen Fußball-Vokabular dazu wie die "kalibrierte Linie" oder die "unnatürliche Verbreiterung der Körperfläche". Gesehen haben die ominösen, fensterlosen Räume im Kölner Stadtteil Deutz die wenigsten, dank der dort regelmäßig arbeitenden Video Assistant Referees (VAR) hat der Kölner Keller aber dennoch eine gewisse Berühmtheit erlangt. Der Reiz des Geheimen. Doch damit ist bald Schluss.

Denn im Kölner Keller müssen in absehbarer Zukunft alle Bildschirme, Headsets und Video-Schiedsrichter-Trikots in Umzugskarton gepackt und in Richtung Hessen verfrachtet werden. Nach Informationen der Sportschau geht der Kölner Keller im Sommer in seine letzte Saison. Ab der Bundesliga-Spielzeit 2026/27 werden Handspiele, Abseitspositionen oder Tätlichkeiten von Frankfurt aus gecheckt und geahndet. Der Kicker hatte am Mittwochvormittag zuerst darüber berichtet.

Beim DFB ist noch Platz

Der Grund für die Raum- und Luftveränderung ist erst einmal simpel: Auf dem DFB-Campus im Frankfurter Süden ist noch genug Platz, aus den aktuell zur Verfügung stehenden knapp 100 Kölner Quadratmetern sollen auf der ehemaligen Pferderennbahn deutlich mehr werden. Der DFB spricht von "großzügigeren Räumlichkeiten" und bietet zudem modernste Technik. Der Umzug soll so für alle Beteiligten zu einer Win-win-Situation werden. Auch die in Köln anfallenden Mietkosten werden gespart.

Darüber hinaus arbeitet der DFB wohl auch weiter an der Akzeptanz des VAR. So sollen die neuen Räume, die trotz der Historie nicht zwingend im Keller liegen müssen, repräsentativer und vorzeigbarer werden. Besuche von Medienvertretern, die aktuell auch schon möglich sind, oder anderen externen Besuchern soll es künftig häufiger geben. Stichwort: Transparenz.

Bliebe nur die Frage nach dem künftigen Namen der VAR-Räumlichkeiten. "Frankfurter Funkraum" oder "Frankfurt Foul-Zentrale" wären möglich, sind aber ausbaufähig. Zum Glück bleibt noch etwas Zeit zum Grübeln.