
Eishockey Rekordspieler Ronning und starke Defensive: Eisbären Berlin gewinnen auch das zweite Halbfinal-Spiel
Die Eisbären Berlin sind in der Halbfinal-Serie gegen die Adler Mannheim mit 2:0 in Führung gegangen. Dank einer konzentrierten Leistung und starken Defensive siegte der Titelverteidiger - und dank eines Ty-Ronning-Rekords.
Im Kampf um die deutsche Meisterschaft im Eishockey haben die Eisbären Berlin auch das zweite Halbfinal-Spiel gewonnen. Bei den Adler Mannheim siegte der Titelverteidiger mit 2:0 (0:0, 2:0, 0:0). Damit benötigen die Berliner noch zwei Siege, um im Modus Best-of-Seven das Finale zu erreichen.

Eisbären beginnen zwingender
Die Partie in der Mannheimer SAP Arena ähnelte von Beginn an der ersten Halbfinal-Begegnung, die die Eisbären letztlich mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Beide Mannschaften begegneten sich in einem temporeichen Spiel mit wenig Unterbrechungen auf Augenhöhe. Auch wenn die Eisbären durchweg ein wenig gefährlicher wirkten und durch Ty Ronning in der achten Minute zur ersten richtig dicken Chance kamen. Doch der Top-Scorer der regulären Saison vollbrachte etwas, so wahrscheinlich wie ein Regenbogen zu Mitternacht - er setzte den Puck freistehend neben das Tor. Mannheim hingegen wurde erst in der 17. Minute durch den gebürtigen Berliner Leon Gawanke so richtig gefährlich. Sein Schuss von der blauen Linie stellte Eisbären-Goalie Jake Hildebrand letztlich aber vor keine ernsten Probleme. Zu diesem Zeitpunkt stand das Torschuss-Verhältnis bei 7:2 für die Eisbären und das Exptected Goals-Verhältnis bei 0.99 zu 0.38 für die Eisbären.

Choreo der Fans der Adler Mannheim vor dem Spiel.
Ty Ronning stellt DEL-Rekord ein
Das zweite Drittel begann mit einer riesigen Chance für Mannheim. Doch Kristian Reichel traf in der 24. Minute lediglich die Latte. Auf der Gegenseite war es Gabriel Fontaine, der über die Scheibe haute und somit das leere Tor nicht traf. Ein Weckruf, so schien es. Das Spiel jedenfalls nahm nun nochmals mehr Tempo auf, mit guten Angriffen auf beiden Seiten und dem besseren Ende für die Eisbären, die in der 31. Minute durch Marcel Noebels in Führung gingen, der aus gut einem Meter einen Abstauber verwandelte.
Nur vier Minuten später fiel der nächste Berliner Treffer, dieses Mal nach wunderschöner Kombination, ausgehend von der Höhe des eigenen Tores. Eric Hördler musste letztlich nach Hereingabe von der linken Seite nur noch den Schläger hinhalten für ein fast historisches Tor. Schließlich war Vorbereiter Ty Ronning somit im 21. Spiel in Folge an einem Treffer beteiligt - Einstellung des bisherigen DEL-Rekords von Peter Draisaitl.

Starke Berliner Defensive
"Wenn wir keine Scheiben vor das Tor bringen, fallen auch keine rein", sagte anschließend ein bedienter Mannheimer Stefan Loibl nach Beendigung des zweiten Drittels und am Mikrofon von Magenta Sport. Doch von reinfallen war auch zu Beginn des dritten Drittels wenig zu spüren. Berlin verteidigte aufmerksam und geschlossen. So blockte Korbinian Geibel für seinen wohl geschlagenen Torhüter Hildebrand in der 42. Minute einen Schussversuch mit den Knien.
Die Eisbären traten offensiv nun kaum noch in Erscheinung. Nach 47 Minuten stand das Schussverhältnis im dritten Drittel somit auch wenig überraschend bei 5:2 für die Mannheimer. Doch so richtig ins Wanken geriet die Berliner Führung nicht. Zwar versuchte Mannheim wirklich alles, schoss aus allen Lagen. Doch die Eisbären-Abwehr ließ nichts durchrutschen und brachte den Sieg souverän nach Hause.
Wie frustrierend das für die Mannheimer war, war ihrem Trainer Dallas Eakins am Magenta-Mikrofon anzumerken: "Extrem enges Spiel. Sie haben zwei schmutzige Tore erzielt. Wir nicht. Wir haben viel investiert, sind nur nicht belohnt worden." Eisbären-Rekordmann Ty Ronning hingegen grinste über das ganze Gesicht: "Toller Team-Erfolg." Über seinen eingestellten DEL-Rekord sagte er: "Draisaitl war ein toller Spieler. Ich freue mich. Aber ich muss den Team-Erfolg betonen." Mitspieler Eric Hördler ergänzte: "Wir haben einfach gespielt, unser Spiel 60 Minuten durchgezogen. Und jetzt müssen wir so weitermachen."
Die nächste Partie (Sonntag, 6. April, 14 Uhr) findet nun wieder in Berlin statt. Gewinnen die Eisbären auch hier, würde es am Dienstag, den 8. April (19:30 Uhr), mit einem erneuten Auswärtssieg in Mannheim bereits für den Finaleinzug reichen.
Sendung: rbb24, 04.04.2025, 22 Uhr