
DEL-Playoffs gegen Köln Entscheidung vertagt - Fischtown Pinguins besiegen die Haie
Die Eishockey-Hoffnung lebt weiter in Bremerhaven: Mit dem 4:3-Erfolg nach einer intensiven Partie sind die Pinguins weiter im Rennen – brauchen aber noch zwei Siege.
Manchmal ist auch im Sport alles eine Frage des Glaubens. Dass es in der 30-jährigen Geschichte der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bisher keinem Verein gelungen ist, einen 0:3-Rückstand in den Play-offs noch zu drehen, könnte man mit Resignation quittieren. Doch das liegt irgendwie nicht in der DNA der Fischtown Pinguins.
Das Team aus Bremerhaven stemmte sich am Montagabend bereits im vierten Spiel gegen den ersten Matchball der Kölner Haie mit Erfolg und einem 5:2-Sieg. "Wir glauben fest daran, dass wir die Serie noch drehen können", betonte Ziga Jeglic kämpferisch. Und so traten sie auch am Mittwochabend vor heimischer Kulisse in der Eisarena Bremerhaven auf. Bissig und wild entschlossen. Und wurden am Ende eines intensiven Abends mit dem 4:3-Sieg belohnt.
Es war ein richtig hartes Spiel, sehr intensiv. Aber wir haben die Tore zur richtigen Zeit erzielt und sind froh über diesen zweiten Sieg. Am Freitag geht's weiter.
(Pinguins-Kapitän Jan Urbas bei Magenta-TV)
Drei Treffer im ersten Drittel

Voller Einsatz auf dem Eis: Beide Teams drängten mit großem Druck auf ein Tor.
Und so begannen die Pinguins druckvoll, drängten auf das erste Tor – und das gelang: Matthew Abt traf aus der Mitte in der 12. Minute zur 1:0-Führung. Doch nur drei Minuten später folgte in Überzahl die humorlose Antwort von Kölns Alexandre Grenier, der den Puck an Keeper Kristers Gudlevskis vorbei ins Netz hämmerte.
In diesem ersten Drittel lief es allerdings anders als zuletzt im vierten Spiel, als sich das Eishockey-Karma gegen die Pinguins verschworen zu haben schien. Denn keine 60 Sekunden später netzte Nicholas Jensen mit seinem allerersten Play-off-Tor überhaupt zur 2:1-Führung ein.
Den Haien gelingt das 2:2
Die Kölner Haie wirkten einen Moment geschockt und machten den Pinguins dann auch noch ein riesiges Geschenk. Gregor MacLeod kassierte eine doppelte Strafe und damit waren die Kölner vier Minuten in Unterzahl. Die Bremerhavener wussten das Powerplay jedoch nicht zu schätzen. Die Haie bissen und stemmten sich mit hohem Kraftaufwand gegen das nächste Gegentor.
Es blieb auch im zweiten Drittel eine intensive Partie und die Pinguins hatten in der 27. Minute direkt Glück, dass der Kracher von Justin Schütz nur am Querbalken landete und nicht im Netz. Die Haie erhöhten den Druck und auch die Nerven lagen inzwischen öfter blank. Erst flogen die Fäuste, dann zwei Spieler vom Eis. Weiterhin führten die Pinguins, doch nicht mehr lange.
Ich bin froh und unheimlich stolz auf die Mannschaft, wie sie heute gekämpft hat. Die Stimmung in der Halle hat uns wieder nach vorne gepeitscht und wir wollen uns ein weiteres Heimspiel erkämpfen.
(Pinguins-Manager Sebastian Furchner bei Magenta-TV)
Die Haie blieben bissig

Ab dem zweiten Drittel flogen auf dem Eis auch öfter die Fäuste.
Ein Bremerhavener hinderte Juhani Tyrväinen in der 36. Minute regelwidrig am Torschuss – Penalty für Köln. Und Greiner verwandelte auch seinen zweiten Treffer eiskalt und glich zum 2:2 aus. Die Haie gaben nun Vollgas, wollten das Momentum auf ihre Seite ziehen. Doch wenn es um alles geht, dann ist auf den Pinguins-Kapitän Verlass.
Jan Urbas hämmerte den Puck per Direktannahme zur 3:2-Führung kurz vor Drittelende sehenswert ins Netz. Die Überzahl erneut genutzt, sein erster Play-off-Treffer in dieser Saison war umso wichtiger. Doch die Haie hatten sich an diesem Abend noch längst nicht aufgegeben und es sollte ein packendes Schlussdrittel werden: wieder Powerplay, wieder ein Treffer – Josh Currie gelang in der 50. Minute der 3:3-Ausgleich.
Jan Urbas wird zum doppelten Retter
Die Gefühls-Achterbahnfahrt ging für die Pinguins-Fans in der Halle gnadenlos in die nächste Runde. Doch sie mussten nicht lange zittern, denn wieder lieferte Jan Urbas. Der Kapitän hämmerte nur eine Minute später von halbrechts mit voller Wucht den Puck zum 4:3 ins Netz. Der Jubel in der Eisarena explodierte.
Doch immer noch nicht war die Schlusssirene ertönt. Die Minuten tickten runter, jeder Fehler könnte nun bestraft werden. Und für die Pinguins ging es weiterhin um das Überleben in dieser Viertelfinalserie. Dann endlich die Erleichterung in der Eisarena – für die totgesagten Pinguins geht es am Freitagabend um 19:30 Uhr weiter.
Mehr zum Eishockey:
Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 26. März 2025, 22 Uhr