
3. Liga Erzgebirge Aue mit Big Points im Abstiegskampf
Erzgebirge Aue hat im Kampf um den Klassenerhalt drei ganz wichtige Punkte gesammelt. Gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart musste Aue aber zahlreiche knifflige Situationen überstehen, bevor die Zähler im Sack waren.
Erzgebirge Aue hat am Samstag (5. April 2025) vor 7.217 Zuschauern im Erzgebirgsstadion gegen den VfB Stuttgart II einen glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg eingefahren. Nach der Führung durch einen Handelfmeter in Halbzeit eins war Aue in den zweiten 45 Minuten viel zu passiv und fing sich so verdientermaßen den Ausgleich ein. Am Ende war es das glückliche Händchen des Trainers, das Aue doch noch drei Punkte bescherte.
Noch am Donnerstag hatte sich Aue-Trainer Jens Härtel recht zurückhaltend zum möglichen Personal geäußert, da es ein paar gesundheitliche Probleme gab. Am Samstag war dann klar: Eigentlich alle Spieler waren fit, es gab nur eine Änderung in der Startelf im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Energie Cottbus in der Vorwoche. Mika Clausen nahm auf der Bank Platz, für ihn durfte Ali Loune von Beginn an ran.
Elfmeter sorgt für Belebung im Spiel
Die Hausherren begannen ordentlich, versuchten immer wieder über die Flügel, Abschlüsse zu generieren. Abgesehen von einem Kopfball von Kilian Jakob nach einer Ecke gab es in der Anfangsviertelstunde aber keine gefährliche Strafraumaktion. Dann kam Loune mal aus spitzem Winkel zum Abschluss, jagte den Ball aber in die Wolken. Stuttgart wurde nun etwas stärker und hätte beinahe von einem missglückten Dribbling von Aue-Schlussmann Martin Männel profitiert, der seinen Fehler aber selbst wieder ausbügelte (17.).
Man merkte beiden Teams an, das sie im Abstiegskampf stecken, so richtig Spielfluss wollte dann eine Zeitlang nicht entstehen. Dann brachte ein Pfiff von Schiedsrichter Felix Wagner wieder Schwung in die Partie. Bei einem Abwehrversuch bekam Stuttgarts Dominik Nothnagel das Spielgerät an den Arm, nach Rücksprache mit seinem Assistenten entschied der 24 Jahre alte Unparteiische auf Strafstoß, den Mirnes Pepic souverän verwandelte (31.). Bis zur Halbzeit musste Aue noch einige knifflige Situationen überstehen, bei der gefährlichsten lenkte Männel einen Kopfball von Wahidullah Faghir mit den Fingerspitzen an den Querbalken (42.).

Mirnes Pepic trifft per Handelfmeter zum 1:0
Aue bettelt förmlich um den Ausgleich
Zu Beginn der zweiten Hälfte spielte erst einmal nur die Zweite aus Schwaben, während Aue offensiv eigentlich gar nicht mehr stattfand. Dazu kam ein bisschen Glück, dass der Schiedsrichter nach einem ähnlichen Handspiel von Erik Majetschak nicht auf Elfmeter entschied (55.). Erst in der 65. Minute kam Aue schließlich mal zu einem Abschluss durch Jakob. Die Sachsen aber blieben trotzdem weiter zu passiv und kassierten in der 72. Minute den Ausgleich. Laurin Ulrich leitet mit einem Solo ein, Fallmann rutschte am Ball vorbei und so konnte Jannik Hofmann ohne Druck quer legen. Faghir schob aus sechs Metern ein.

Im ersten Durchgang war das Spiel ausgeglichen, im zweiten Abschnitt war Stuttgart klar besser.
Als man das Gefühl hatte, dass Aue hier offensiv nichts mehr zustande bekommt, fiel beinahe aus dem Nichts das 2:1. Linus Rosenlöcher hinterlief die Abwehr und passte ins Zentrum, wo der Ball an allen vorbeiging und beim eingewechselten Maxim Burghardt landete, der aus acht Metern zentral ins Tor traf. Damit war der Wille von Stuttgart gebrochen, Aue behielt die Punkte - wenn auch etwas glücklich - im Erzgebirge. Damit ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz zunächst mal auf sieben Punkte angewachsen. Am Sonntag kann der BVB II dann gegen Ingolstadt aber wieder auf vier Zähler verkürzen.
Raphael Crass