
Nächste Herausforderung der Ocean's Seven Waschburger will Straße von Gibraltar durchschwimmen
Drei Meerengen hat Andreas Waschburger bereits durchschwommen, zwei davon in Weltrekordzeit: Am Wochenende könnte Nummer vier folgen - die berühmte Straße von Gibraltar. Sie ist Teil einer siebenteiligen Schwimm-Challenge, die bisher erst 33 Menschen überhaupt vollständig geschafft haben.
Nur elf Tage nachdem der saarländische Extremschwimmer Andreas Waschburger die 22 Kilometer breite Cookstraße bei Neuseeland durchschwommen hat, visiert er am Sonntag die nächste Herausforderung an. Die Verbindung zwischen Mittelmeer und Atlantik ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt - täglich kreuzen hier rund 300 Handelsschiffe, was die Durchquerung zu einer besonderen Herausforderung macht.
14 Kilometer bei unberechenbaren Strömungsverhältnissen
Die kürzeste Distanz zwischen dem spanischen Tarifa und dem marokkanischen Festland beträgt etwa 14 Kilometer - je nach Strömungsverhältnissen müssen die Schwimmer aber weitere Distanzen zurücklegen. Den aktuellen Weltrekord hält seit 2009 der Grieche Georgios Charalambous, der aber auch sehr günstige Strömungsbedingungen hatte.
Ob Waschburger nach dem Weltrekord für die schnellste Durchquerung des Ärmelkanals und des Molokai Channels auf Hawaii den nächsten Rekord einschwimmt, ist also eher fraglich.
Trotz der sehr kurzen Regenerationszeit nach der Durchquerung der Cookstraße freut sich Waschburger auf die Straße von Gibraltar. "Nach Neuseeland bin ich das kühle Wasser mit rund 16 Grad inzwischen gewohnt. Ich will in Gibraltar das Beste herauszuholen – und hoffe auf Rückenwind durch die Strömung", sagte Waschburger.
Sieben Meerengen bei fünf Kontinenten
Die Meerenge ist Teil von insgesamt sieben berüchtigten Freiwasserstrecken - den sogenannten Ocean's Seven. Bislang haben nur 33 Menschen auf der Welt diese Herausforderung überhaupt komplett gemeistert.
Schafft Waschburger die Durchquerung, fehlen ihm noch der Nordkanal zwischen Irland und Schottland, die Tsugaru-Straße zwischen den japanischen Inseln Honshu und Hokkaido und der Santa-Catalina-Kanal bei Los Angeles.
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